Bouillabaisse: Die Klassische Französische Fischsuppe, die Sonne auf den Tisch bringt
Es gibt Gerichte, die sind mehr als nur Essen – sie sind eine ganze Stimmung. Stellt euch vor: Ihr sitzt in einem kleinen Hafenrestaurant in Marseille, die Sonne spiegelt sich im Wasser und in der Luft liegt der Duft von Meer, Safran und frischem Brot. Genau dieses Gefühl möchte ich heute mit euch nach Hause holen! Meine Bouillabaisse Fischsuppe ist meine kulinarische Liebeserklärung an den Süden Frankreichs. Ich erinnere mich noch genau an meinen ersten Bissen – dieses unglaubliche Aroma der frischesten Meeresfrüchte, vereint in einer intensiv-würzigen Brühe. Seitdem ist sie mein geheimes Wohlfühlrezept für besondere Gäste geworden.
Von Fischern für Fischer: Die Geschichte der Bouillabaisse
Diese Suppe hat keine Luftschlösser, sie hat Boden unter den Füßen! Ihr Ursprung liegt bei den Fischern in Marseille. Nach einem langen Tag auf See kochten sie ihren Fang – oft weniger schöne oder kleinere Fische – mit dem, was der Garten oder der Vorratsschrank hergaben: Tomaten, Fenchel, Knoblauch. Das war eine herzhafte, nahrhafte Mahlzeit für einfache Leute. Aus dieser Not wurde eine Tugend und später ein weltberühmtes Gericht. Die heutige Variante ist natürlich etwas raffinierter, aber ihre Seele ist geblieben: Es geht um Frische und das Zusammenspiel bescheidener Zutaten, die gemeinsam etwas Großartiges erschaffen. Eine tolle Lektion für uns alle in der Küche!
Warum du dieses Bouillabaisse Rezept lieben wirst
Weil sie pure Lebensfreude ist! Erstens ist sie sensationell lecker und bietet ein echtes Geschmacksfeuerwerk. Zweitens ist sie viel weniger kompliziert, als ihr Ruf es vermuten lässt. Mit meiner Anleitung geht es Schritt für Schritt. Und drittens ist sie ein absoluter Star auf jedem Tisch. Wenn diese dampfende Terrine aus der Küche kommt, mit ihrem goldenen Glanz und den duftenden Röstaromen – da bleiben garantiert alle Gespräche kurz stecken. Es ist ein Gericht, das Gemeinschaft schafft.
Perfekte Anlässe für deine Fischsuppe
Diese Fischsuppe ist das perfekte Wochenendprojekt für einen entspannten Sonntag mit der Familie oder ein Dinner, bei dem du deine Freunde absolut beeindrucken möchtest. Ich serviere sie gern bei besonderen Geburtstagen oder Feiern, die ein Hauch von Urlaub vertragen können. Und sie ist das ultimative Wohlfühlgericht für trübe Herbsttage, wenn man sich den Sommer einfach zurückzaubern muss.
Die Zutatenliste für deine perfekte Bouillabaisse
Hier kommt alles, was du brauchst. Die beste Nachricht: Vieles hast du bestimmt schon da. Das Wichtigste ist wirklich der frische Fisch!
- Für den Fisch: 500 g festen weißen Fisch (wie Seelachs, Wolfsbarsch oder Seehecht), 200 g Garnelen (mit Schale für mehr Geschmack), 500 g Muscheln (gewaschen und entsandet).
- Für die Suppenbasis: 1 gelbe Zwiebel, 1 kleiner Fenchelknolle, 1 Lauchstange (nur das Weiße und Hellgrüne), 5 Fäden Safran (unverzichtbar!), 2 Zehen Knoblauch, gehackt, 4-5 reife Tomaten.
- Für den Geschmack: 1 Lorbeerblatt, 1 Streifen Orangenschale (ungespritzt), 1 TL Thymian (frisch oder getrocknet), 2 EL Olivenöl, Salz und Pfeffer aus der Mühle.
- Zum Servieren: Frische Petersilie, grobes Meersalz, Scheiben von einem knusprigen Baguette und rouille (eine würzige Knoblauchmayonnaise, Rezept folgt!).
Keine Panik! Einfache Ersatzmöglichkeiten
- Fisch: Kein Wolfsbarsch zur Hand? Seeteufel, Kabeljau oder Dorade sind genauso gut. Wichtig ist ein festes Filet, das nicht in der Suppe zerfällt.
- Safran: Er ist die Seele der Bouillabaisse. Wenn er wirklich nicht da ist, nimm eine gute Prise Kurkuma für die Farbe und eine Messerspitze geräuchertes Paprikapulver für die Tiefe – aber es wird nicht dasselbe sein!
- Fenchel: Geschmacklich schwer zu ersetzen, aber ein Stück Sellerie gibt auch eine schöne Würze.
- Muscheln: Keine frischen Muscheln? Nimm stattdessen mehr Garnelen oder füge kleine Jakobsmuscheln hinzu.
So gelingt deine perfekte Bouillabaisse Fischsuppe
Hier geht es ans Eingemachte! Mach dir eine Tasse Tee, schalt das Radio ein und genieße den Prozess. Das Kochen ist hier die halbe Magie.
Step 1: Das Gemüse vorbereiten und anbraten
Zuerst putzen wir das Gemüse. Die Zwiebel und den Fenchel klein würfeln. Den Lauch halbieren, gründlich waschen und in dünne Halbmonde schneiden. Die Tomaten häuten, entkernen und grob hacken. Nun das Olivenöl in einem großen, schweren Topf erhitzen. Gib das geschnittene Gemüse und den gehackten Knoblauch hinein. Lasse alles bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten sanft anschwitzen, bis es weich ist und duftet. Der Duft von Fenchel und Lauch, der sich in der Küche ausbreitet, ist schon der erste Vorgeschmack!
Profi-Tipp: Nimm dir die Zeit fürs Anschwitzen! Hier entwickeln sich die Aromen, die später die Tiefe der Brühe ausmachen. Nicht zu stark bräunen lassen, sondern wirklich nur glasig dünsten.
Step 2: Die Brühe aufbauen und köcheln lassen
Jetzt kommen die Tomaten, das Lorbeerblatt, der Thymian und die Orangenschale in den Topf. Rühre alles gut um und lasse es weitere 5 Minuten mitköcheln. Dann gieße etwa 1,5 Liter Wasser auf. Das Safrånpulver (die Fäden vorher in etwas heißem Wasser einweichen) dazugeben. Jetzt die Hitze erhöhen und die Brühe zum Kochen bringen. Sobalde sie blubbert, die Hitze reduzieren und die Suppe für gute 20 Minuten leicht köcheln lassen. Sie wird sich langsam in ein wunderschönes Goldgelb verwandeln.
Chef’s Tip: Verwende nie kaltes Wasser aus der Leitung, sondern immer abgekochtes oder heißes Wasser aus dem Wasserkocher. Das verkürzt die Kochzeit und die Brühe bleibt klarer.
Step 3: Den Fisch und die Meeresfrüchte hinzufügen
Während die Brühe vor sich hin köchelt, den festen Fisch in große, mundgerechte Stücke schneiden. Die Garnelen waschen. Jetzt ist der große Moment! Die Brühe sollte jetzt intensiv nach Safran und Kräutern duften. Salze und pfeffere sie kräftig. Zuerst kommen die festen Fischstücke für etwa 5-6 Minuten in die siedende Brühe. Sie müssen gerade eben gar sein. Dann die Garnelen und zuletzt die gewaschenen Muscheln hinzufügen. Sobald sich die Muschelschalen geöffnet haben (nach etwa 3-4 Minuten), ist alles fertig. Muscheln, die sich nicht öffnen, wegwerfen!
Step 4: Das Finale – Anrichten und Genießen
Nimm den Topf sofort vom Herd. Wir wollen auf keinen Fall zähen Fisch! Jetzt kommt der schönste Teil: Die aromatische Suppe vorsichtig in tiefe Teller oder Schüsseln füllen. Verteile die Fischstücke und Meeresfrüchte fair auf alle Portionen. Mit einer Handvoll frisch gehackter Petersilie bestreuen. Sofort servieren mit reichlich knusprigem Baguette und einer guten Portion rouille. Die Gäste können das Brot rösten, mit rouille bestreichen und in die Suppe tunken – ein Genuss!
Zeitplan für deine Bouillabaisse
- Vorbereitungszeit: 25 Minuten (Gemüse putzen, Fisch vorbereiten)
- Kochzeit: 35 Minuten (Brühe köcheln, Fisch garen)
- Gesamtzeit: Ca. 1 Stunde
- Ruhezeit: Nicht nötig – sofort servieren!
- Portionen: Für 4 hungrige Personen
Der geheime Chef-Trick
Die echte Marseiller Machart: Fischfond und Suppe werden oft getrennt zubereitet und erst beim Servieren vereint. Für uns zu Hause ist das ein bisschen viel Aufwand. Mein simpler Geheimtrick lautet daher: Die Fischgräten und -köpfe (wenn du einen ganzen Fisch gekauft hast) für 15 Minuten mit in die Gemüsebrühe geben und dann wieder herausfischen. Das gibt der Brühe eine unglaubliche Tiefe und Kraft, ohne, dass wir einen separaten Fond kochen müssen. Einfach, aber effektiv!
Eine kleine Anekdote zum Safran
Der Safran in diesem Bouillabaisse Rezept ist nicht nur für die Farbe da. Er verleiht der Suppe ihr unverwechselbares, leicht bitter-würziges Aroma. Wusstest du, dass Safran das teuerste Gewürz der Welt ist? Für ein Kilo benötigt man die Narben von etwa 150.000 bis 200.000 Krokusblüten, die alle von Hand gepflückt werden müssen. Deshalb lohnt es sich, hier in eine gute Qualität zu investieren – ein paar Fäden genügen völlig und machen einen himmelweiten Unterschied!
Das brauchst du in der Küche
- Ein großer, schwerer Suppentopf oder Bräter
- Ein scharfes Kochmesser
- Ein Schneidebrett
- Ein Sieb (für die Muscheln)
- Suppenkellen und tiefe Teller
So lagerst du Reste der Fischsuppe optimal
Am allerbesten schmeckt die Bouillabaisse natürlich frisch zubereitet. Sollten doch Reste bleiben, bewahre die Suppe ohne die Muschelschalen auf (die werden im Kühlschrank gummiartig). Hebe den Fisch und die Brühe getrennt in verschließbaren Behältern im Kühlschrank auf. So bleibt der Fisch bissfest.
Du kannst die Bouillabaisse auch einfrieren, allerdings mit einer Einschränkung: Die festen Fischstücke werden nach dem Auftauen oft ein wenig mürbe. Die Brühe selbst friert hervorragend ein. Friere am besten nur die Brühe portionsweise ein und bereite für die nächste Mahlzeit frischen Fisch darin zu.
Bei der Wiedererwärmung ist Vorsicht geboten: Erhitze die Brühe langsam und vorsichtig und gebe den aufgetauten Fisch oder neue Meeresfrüchte erst in den letzten Minuten hinzu, damit sie nicht zerfallen. Einen Tag im Kühlschrank übersteht das Gericht aber problemlos.
Meine besten Tipps für den Erfolg
- Kaufe den frischesten Fisch, den du finden kannst. Lass ihn dir am besten direkt an der Theke häuten und filetieren. Sage dem Fischhändler, dass du eine Suppe kochst – er kann dir oft passende Stücke empfehlen.
- Wasche den Lauch besonders gründlich zwischen den Schichten! Da sammelt sich oft Sand.
- Salze die Suppe erst gegen Ende der Kochzeit, wenn der Fisch schon eingelegt ist. So behältst du die Kontrolle über den Salzgehalt.
- Trau dich, das Baguette großzügig mit der Knoblauch-Mayonnaise (rouille) zu bestreichen und in die Suppe zu tunken. Das gehört dazu!
Die Bouillabaisse schön anrichten
- Serviere die Suppe in großen, weißen Schüsseln – so kommt das Gold der Brühe und die Farben des Fischs perfekt zur Geltung.
- Lege die Garnelen mit der Schale dekorativ auf den Rand der Schüssel. Sie sehen nicht nur schön aus, sondern geben auch noch letzten Geschmack ab.
- Eine Schüssel mit grobem Meersalz und eine mit der rouille in die Tischmitte stellen – jeder kann dann nach Belieben nachwürzen.
- Ein paar Safranfäden oder Fenchelgrün als letzte Garnitur sehen wunderbar aus und verraten, was für ein besonderes Gericht da kommt.
Gesündere und abgewandelte Rezepte
Die Bouillabaisse ist sehr anpassungsfähig! Hier sind ein paar Ideen für Abwandlungen:
- Fettarme Variante: Lasse das Anbraten des Gemüses im Olivenöl weg und dünste es stattdessen mit etwas Brühe oder Wasser an. Verwende magere Fischsorten wie Seelachs.
- Keto- & Low-Carb-Bouillabaisse: Ersetze die Tomaten durch passierte Tomaten ohne Zucker und serviere die Suppe ohne Baguette, dafür mit gerösteten Zucchinischeiben als „Crostini“.
- Mediterrane Fischsuppe mit Linsen: Für eine sättigendere Version gebe eine halbe Tasse rote Linsen mit in die Gemüsebrühe. Sie zerkochen und binden die Suppe leicht.
- Schnelle 30-Minuten-Suppe: Verwende hochwertigen Fischfond aus dem Glas oder selbstgemachten Tiefkühlfond als Basis. So sparst du dir die lange Kochzeit der Brühe.
- Bouillabaisse ohne Schalentiere: Einfach weglassen! Verwende stattdessen verschiedene Fischsorten (z.B. Lachs und Wolfsbarsch) für Abwechslung.
- Pikante Version mit Chorizo: Brate am Anfang etwas gewürfelte Chorizo an, bevor du das Gemüse hinzugibst. Das gibt eine rauchig-würzige Note.
Wenn ihr mal Lust auf ein ganz anderes, aber ebenfalls intensives Geschmackserlebnis habt, probiert doch auch mal mein Rezept für knuspriges Rindfleisch aus der chinesischen Küche. Oder wie wäre es mit dem feurigen koreanischen Buldak-Hähnchen? Für einen marokkanischen Abend sind meine Kefta-Bouletten im Tajine perfekt. Und Meeresfrüchte-Fans sollten unbedingt auch den perfekt gegrillten Oktopus testen.
Typische Fehler, die du vermeiden solltest
Mistake 1: Den Fisch zu früh in die kochende Suppe geben
Das ist der häufigste Fehler! Wenn du den Fisch schon in die kalte oder lauwarme Brühe legst und sie dann erst erhitzt, wird er oft zu lange gekocht und wird trocken und faserig. Die Folge: Statt zartem Fisch bekommst du Gummi. Der Trick ist, die Gemüsebrühe erst komplett fertig zu kochen und würzig zu machen. Erst kurz vor dem Servieren die Brühe nochmal richtig zum Kochen bringen und dann den Fisch für die angegebene, kurze Zeit hineingeben. So bleibt er schön saftig.
Mistake 2: Zu wenig Flüssigkeit und zu hohe Hitze
Eine gute Bouillabaisse braucht Platz zum Schwenken! Wenn der Topf zu voll ist und du bei zu hoher Hitze kochst, verbrennen leicht die feinen Aromen am Boden oder die Brühe wird zu dick und intensiv. Sie sollte immer leicht köcheln, nicht heftig kochen. Verwende einen ausreichend großen Topf und achte auf die Hitze. Mehr Flüssigkeit ist kein Problem – sie reduziert sich ja beim Kochen ein wenig. Aber zu wenig kann das Gericht ruinieren.
Mistake 3: Den Safran weglassen oder durch Kurkuma komplett ersetzen
„Ich habe keinen Safran, ich nehme einfach Kurkuma.“ Halt, Stopp! Safran ist nicht nur für die Farbe da, sondern gibt der Bouillabaisse ihr typisch würzig-herbes, unverwechselbares Aroma. Kurkuma schmeckt komplett anders und überdeckt die feinen Fisch- und Gemüsenoten. Falls Safran wirklich zu teuer ist oder du ihn nicht findest, überlege lieber, eine andere Fischsuppe zu kochen. Ohne Safran ist es einfach keine Bouillabaisse mehr. Investiere lieber in eine kleine, gute Qualität – du brauchst wirklich nur wenige Fäden!
Mistake 4: Die Muscheln nicht richtig vorbereiten
Nichts ist unappetitlicher als Sand in der Suppe! Muscheln müssen gründlich unter fließendem Wasser gewaschen werden. Klopfe offene Muscheln leicht auf die Arbeitsplatte – schließen sie sich nicht, sind sie tot und müssen weg. Wichtig ist auch, die „Bärte“ (die kleinen faserigen Bündel, mit denen sie sich festhalten) abzureißen oder abzuschneiden. Gib die Muscheln erst ganz zum Schluss hinzu und koche sie nur so lange, bis sie sich geöffnet haben. Alle, die geschlossen bleiben, wirfst du weg – sie waren vor dem Kochen schon nicht mehr gut.
Übrigens, für alle, die sich für eine bewusste Ernährung interessieren: Die Verwendung von frischem, saisonalem Gemüse und nachhaltig gefangenem Fisch macht diese Suppe nicht nur lecker, sondern auch zu einer verantwortungsvollen Wahl.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Bouillabaisse
Kann ich Bouillabaisse auch ohne Safran kochen?
Technisch gesehen ja, aber geschmacklich wird es dann keine echte Bouillabaisse mehr sein. Der Safran gibt der Suppe ihre charakteristische goldene Farbe und dieses einzigartige, leicht bittere Aroma, das den Fischgeschmack perfekt abrundet. Wenn du wirklich keinen Safran hast oder er dir zu teuer ist, kannst du eine Prise Kurkuma für die Farbe nehmen. Der Geschmack wird allerdings deutlich anders und weniger komplex. Vielleicht probierst du dann lieber eine andere, würzige Fischsuppe ohne Safran.
Welchen Fisch kann ich nehmen, wenn ich keinen traditionellen französischen Fisch bekomme?
Kein Problem! Die Grundregel lautet: Verwende feste, weißfleischige Fischsorten, die nicht so leicht zerfallen. Perfekt geeignet sind Seelachs, Kabeljau/Dorsch, Seehecht oder auch Wolfsbarsch (der ist oft erhältlich). Vermeide sehr weiche oder fettige Fischsorten wie Makrele oder Hering, da sie die Brühe trüben und zu intensiv schmecken können. Eine Mischung aus zwei verschiedenen Fischsorten macht die Suppe sogar besonders interessant.
Wie lange ist Bouillabaisse haltbar und kann ich sie einfrieren?
Frisch zubereitet schmeckt sie natürlich am besten. Reste kannst du im Kühlschrank für maximal einen Tag aufbewahren, am besten die Brühe und den Fisch getrennt. Einfrieren ist möglich, aber mit Einschränkungen. Die Fischstücke werden nach dem Auftauen oft etwas mürbe. Besser ist es, nur die fertige Brühe (ohne Fisch) portionsweise einzufrieren. Wenn du sie wieder essen möchtest, erhitzt du die Brühe und gart darin einfach frischen Fisch für ein paar Minuten. So bleibt die Konsistenz optimal.
Was ist eine Rouille und wie mache ich sie selbst?
Die Rouille ist eine würzige Knoblauch-Mayonnaise, die traditionell zur Bouillabaisse serviert wird. Sie wird auf geröstetes Brot gestrichen und in die Suppe getunkt. Für eine einfache Rouille verquirlele ein Eigelb mit einem Schuss Zitronensaft, einer Prise Safran (in etwas heißem Wasser eingeweicht) und einer kleinen, fein gehackten Knoblauchzehe. Langsam und tropfenweise neutrales Öl (z.B. Sonnenblumenöl) unter ständigem Rühren hinzufügen, bis eine Mayonnaise entsteht. Mit Salz und Cayennepfeffer abschmecken.
Kann ich die Suppe auch schon am Vortag vorbereiten?
Ja, das kannst du sehr gut! Bereite die Gemüsebrühe komplett vor und lasse sie über Nacht im Kühlschrank durchziehen. Das tut den Aromen sogar sehr gut. Am Tag des Serviers erhitzt du die Brühe stark, würzt sie nochmal frisch ab und kochst dann den frischen Fisch und die Meeresfrüchte wie beschrieben darin. So sparst du Zeit und hast eine noch geschmacksintensivere Basis.
Meine Suppe ist zu dünn/wässrig. Wie kann ich sie andicken?
Eine traditionelle Bouillabaisse ist keine stark gebundene Suppe, sie sollte eher wie eine kräftige Brühe sein. Falls sie dir zu dünnflüssig ist, kannst du sie am Ende mit etwas Kartoffelpüree-Pulver (instant) oder einer Mehlschwitze aus Olivenöl und Mehl andicken. Einfacher und traditioneller ist es, gekochte Kartoffelscheiben mit in die Suppe zu geben und sie dann mit einer Gabel etwas zu zerdrücken – das bindet sie natürlich.
Darf ich auch TK-Fisch und Meeresfrüchte verwenden?
Für den Fisch ist das in Ordnung, solange er von guter Qualität und vor dem Kochen vollständig aufgetaut und abgetrocknet ist. TK-Garnelen gehen auch. Bei Muscheln aus der Tiefkühltruhe solltest du sehr vorsichtig sein und die Packungsanleitung genau beachten, da sie oft schon vorgekocht sind. Frische Muscheln sind jedoch eindeutig die bessere Wahl für Geschmack und Konsistenz.
Meine Gäste essen keine Schalentiere. Kann ich die Muscheln und Garnelen weglassen?
Absolut! Dann wird es einfach eine herrliche Fischsuppe „à la Bouillabaisse“. Verwende einfach mehr von den verschiedenen Fischsorten. Du kannst auch kleine Jakobsmuscheln oder sogar gescheibelte Miesmuscheln ohne Schale nehmen, wenn nur die Schalen das Problem sind. Die Brühe ist so lecker, dass sie auch alleine mit Fisch ein Star ist.
Was serviere ich als Beilage zur Bouillabaisse?
Das Einzige, was du wirklich brauchst, ist ein knuspriges, rustikales Baguette oder Ciabatta für die Rouille. Ansonsten passt ein einfacher grüner Salat mit einer Zitronen-Vinaigrette perfekt als Vorspeise oder Beilage. Für ein vollständiges Menü könntest du vorher eine kalte Vorspeise wie Melone mit Schinken oder eine leichte Gemüsecremesuppe servieren.
Kann ich eine Bouillabaisse auch in einem Schnellkochtopf zubereiten?
Das ist möglich, aber ich rate Anfängern davon ab. Der Geschmacksaufbau durch das langsame Köcheln der Brühe ist ein wesentlicher Teil des Ergebnisses. Im Schnellkochtopf ist die Gefahr groß, dass der Fisch am Ende zu lange gart und zerfällt, weil die Zeiten schwer zu kontrollieren sind. Wenn du es dennoch versuchen möchtest: Koche nur die Gemüsebrühe im Schnellkochtopf (ca. 10 Minuten unter Druck), lasse den Druck dann natürlich entweichen und koche den Fisch danach im offenen Topf nach der klassischen Methode.
Solche herzhaften, alles-in-einem-Topf-Gerichte wie die Bouillabaisse sind einfach ideal für entspannte Dinner. Wenn du auf der Suche nach weiteren Inspirationen für One-Pot-Rezepte bist, schau doch mal auf meinem Blog vorbei. Da findest du viele Gerichte, die den Geschmack vereinen und das Aufwaschen minimieren!
Ein letzter aromatischer Gruß aus dem Topf
Und schon ist sie fertig, deine eigene, dampfende Terine voller südfranzösischer Sonne! Ich hoffe, du hast genauso viel Freude beim Nachkochen wie ich. Vergiss nicht: Eine Bouillabaisse macht man nicht nur, man erlebt sie. Es geht um das lebhafte Schnippeln, die Düfte, die sich in der Küche ausbreiten, und das glückliche Gesicht deiner Gäste beim ersten Löffel. Lass es dir schmecken und genieße das Gefühl, ein Stück Marseille direkt in deine Küche geholt zu haben. À votre santé – oder wie wir sagen: Guten Appetit und Frohes Schlemmen!

Bouillabaisse Fischsuppe
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Gemüse putzen: Zwiebel und Fenchel klein würfeln, Lauch in dünne Halbmonde schneiden, Tomaten häuten und grob hacken.
- Olivenöl in einem großen Topf erhitzen, das geschnittene Gemüse und den Knoblauch hinzufügen und 10 Minuten sanft anschwitzen.
- Tomaten, Lorbeerblatt, Thymian und Orangenschale in den Topf geben und 5 Minuten mitköcheln lassen.
- 1,5 Liter Wasser hinzufügen, Safran dazugeben und die Brühe zum Kochen bringen.
- Hitze reduzieren und die Suppe 20 Minuten leicht köcheln lassen.
- Fisch in große Stücke schneiden, Garnelen waschen und die Brühe salzen und pfeffern.
- Zuerst die Fischstücke für 5-6 Minuten in die Brühe geben, dann Garnelen und Muscheln hinzufügen.
- Sobald sich die Muscheln öffnen, Suppe vom Herd nehmen und in Teller oder Schüsseln füllen.
- Mit frisch gehackter Petersilie bestreuen und sofort mit Baguette und Rouille servieren.