Hausgemachte Zitronen-Baiser-Torte: Das beste Rezept

Hausgemachte Zitronen-Baiser-Torte

Hausgemachte Zitronen-Baiser-Torte: Ein Sonnenschein auf dem Teller!

Erinnert ihr euch an diesen magischen Moment aus der Kindheit, wenn Oma die Kuchenplatte auf den Tisch stellte? Da lag sie, die Königin der Torten: die Zitronen-Baiser-Torte. Für mich ist dieses Rezept pure Nostalgie. Es verbindet die wunderbar knusprige Mürbeteigkruste mit der herrlich sahnigen und gleichzeitig erfrischend säuerlichen Zitronencreme. Und oben drauf thront wie eine duftige Wolke das goldbraun gebräunte Baiser. Heute zeige ich dir mein getestetes Familienrezept für eine perfekte Hausgemachte Zitronen-Baiser-Torte – ein echtes Highlight für jede Gelegenheit!

Von der Gaststätte in die heimische Küche: Eine kleine Tortengeschichte

Die Idee, saure Zitrone mit süßem Eischnee zu kombinieren, gibt es schon lange. Die heute bekannte Form der Lemon Meringue Pie stammt aber aus dem 19. Jahrhundert, vermutlich aus den USA und der Schweiz. Was mich besonders fasziniert: Früher war sie oft ein Dessert in feinen Restaurants. Heute können wir ganz einfach unsere eigene Baiser-Torte selber machen und damit unsere Liebsten verzaubern. Mein Rezept ist eine Hommage an die Klassiker, aber mit kleinen, bewährten Tipps, damit bei dir garantiert nichts schiefgeht – versprochen!

Warum du diese Hausgemachte Zitronentorte lieben wirst

Diese Torte schmeichelt einfach allen Sinnen! Sie ist der perfekte Kontrast aus süß und herb, weich und knusprig, warm und kühl. Du wirst sie lieben, weil sie:

  • Echtes Wow-Gefühl macht: Eine selbstgemachte Torte beeindruckt immer.
  • Die perfekte Balance trifft: Nicht zu süß, nicht zu sauer – einfach ausgewogen.
  • Erfrischend leicht ist: Die Zitrone macht sie bekömmlich, selbst nach einem reichhaltigen Essen.
  • Großartig vorzubereiten ist: Du kannst die Einzelteile super am Vortag machen.

Wann schmeckt unsere Baiser-Torte am besten?

Eigentlich immer! Sie ist die ideale sommerliche Erfrischung bei Gartenpartys oder ein heller Lichtblick an grauen Wintertagen. Perfekt ist sie für Geburtstage, als krönender Abschluss beim Sonntagsessen oder einfach als Belohnung für einen geschafften Tag. Wenn du mal ein Dessert brauchst, das garantiert jeden begeistert, ist diese klassische Zitronen-Baiser-Torte die richtige Wahl. Sie passt auch super zu einem cremigen Kaffee oder einem Glas prickelndem Prosecco.

Die Zutaten für deine perfekte Zitronen-Baiser-Torte

Frische, gute Zutaten sind der Schlüssel! Ich empfehle, für die Füllung frisch gepressten Zitronensaft zu verwenden. Das macht einen riesigen Unterschied im Geschmack.

Für den Mürbeteigboden:

  • 200 g Weizenmehl (Type 405)
  • 1 Prise Salz
  • 100 g kalte, gewürfelte Butter
  • 3-4 EL Eiswasser

Für die sahnige Zitronencreme:

  • 200 g Zucker
  • 50 g Speisestärke
  • 350 ml Wasser
  • 4 Eigelb (Größe M)
  • Saft und Abrieb von 2-3 unbehandelten Zitronen (ca. 120 ml Saft)
  • 30 g Butter

Für das fluffige Baiser:

  • 4 Eiweiß (Größe M)
  • 1 Prise Salz oder ¼ TL Weinsteinbackpulver
  • 200 g feiner Zucker
  • ½ TL Vanilleextrakt

Möglichkeiten zum Austauschen von Zutaten

Kein Problem, wenn etwas nicht da ist! Hier sind clevere Alternativen:

  • Glutenfrei: Das Mehl durch eine glutenfreie Mehlmischung 1:1 ersetzen.
  • Vegan (für die Creme): Die Füllung mit Stärke und pflanzlicher Milch andicken, Agar-Agar kann helfen. Fürs Baiser gibt es spezielle Kichererbsenwasser- (Aquafaba) Rezepte.
  • Butter im Teig: Durch kaltes Margarinewürfel ersetzen.
  • Zitronen: Bei großer Säureliebe einen Teil des Saftes durch Limettensaft ersetzen für eine exotischere Note.

So gelingt deine Zitronen-Baiser-Torte Schritt für Schritt

Schritt 1: Den Mürbeteigboden vorbereiten und blindbacken

Vermische das Mehl und die Prise Salz in einer großen Schüssel. Gib die kalten Butterwürfel dazu und zerkleinere alles mit den Fingerspitzen oder einem Teigmischer zu feinen Bröseln. Das Geheimnis ist die Kälte! Jetzt tröpfelst du nach und nach das Eiswasser dazu und knetest nur so lange, bis ein glatter Teig entsteht. Forme eine Kugel, wickle sie in Frischhaltefolie und lege sie für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank. Pro-Tipp: Wer es besonders bequem mag, kann auch fertigen Mürbeteig verwenden. Nach dem Ausrollen und Auslegen in der Tortenform stichst du den Boden mehrmals mit einer Gabel ein. Dann backst du ihn mit Backpapier und Blindbackperlen (oder trockenen Hülsenfrüchten) für 15 Minuten bei 190°C (Ober-/Unterhitze) vor. Die Perlen entfernst du und backst den Boden weitere 10 Minuten goldgelb aus. Lass ihn vollständig abkühlen.

Schritt 2: Die Herzstück-Zitronencreme kochen

Jetzt wird es magisch! In einem Topf verrührst du Zucker und Speisestärke glatt. Schütte langsam das Wasser dazu und rührst, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Jetzt bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. Die Masse wird dick und glänzend. In einer separaten Schüssel verquirlst du die vier Eigelbe. Nimm nun einen großen Schöpfer von der heißen Masse und rühr ihn langsam in die Eigelbe ein. Das nennt man „Temperieren“ und verhindert, dass die Eier gerinnen. Jetzt gießt du die erwärmte Eigelbmischung zurück in den Topf und lässt alles für 2 Minuten unter Rühren köcheln. Nimm den Topf vom Herd. Rühre nun den frischen Zitronensaft, den geriebenen Abrieb und die Butter unter, bis eine wunderbar glatte, seidige Creme entsteht.

Schritt 3: Das Baiser zu luftigen Bergen schlagen

Stelle sicher, dass deine Rührschüssel und die Rührbesen absolut fettfrei sind. Jedes Fettkrümelchen verhindert, dass der Eischnee steif wird. Schlage die Eiweiße mit der Prise Salz oder dem Weinsteinbackpulver auf höchster Stufe zunächst schaumig. Jetzt kommt der Zucker – aber nicht auf einmal! Streue ihn nach und nach, etwa einen Esslöffel alle 30 Sekunden, in die Schüssel, während der Mixer weiterläuft. Zum Schluss das Vanilleextrakt unterheben. Du bist fertig, wenn der Eischnee glänzt und feste, spitze Berge bildet, die nicht umfallen. Ein kleiner Test: Drehe die Schüssel auf den Kopf – bleibt die Masse drin, ist sie perfekt!

Schritt 4: Die Torte zusammenbauen und das Baiser bräunen

Gieße die noch warme Zitronencreme in den ausgekühlten Tortenboden und streiche sie glatt. Jetzt kommt der große Auftritt: Gib das Baiser in Häufchen auf die warme Creme und verteile es mit einem Löffel oder einer Gabel zu schönen Spitzen. Wichtig ist, dass du den Eischnee gut am Rand andrückst, damit er sich später nicht löst. Jetzt ab damit für 10-12 Minuten in den auf 180°C vorgeheizten Ofen. Beobachte es gut, denn das Baiser soll nur eine wunderschöne goldbraune Farbe bekommen. Lass die Torte danach mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank durchkühlen und fest werden. Chef-Tipp: Für extra spektakuläre Baiserspitzen verwende einen Teigspritzbeutel mit großer Sterntülle und tupfe die Creme vorher leicht mit Küchenpapier ab.

Zeitplan für deine sahnige Zitronentorte

Planung ist alles beim Backen. So teilst du dir die Zeit am besten ein:

  • Vorbereitungszeit: 20 Minuten (Mischen, Rollen, Auslegen)
  • Backzeit Boden: 25 Minuten
  • Arbeitszeit Creme & Baiser: ca. 20 Minuten
  • Backzeit Baiser: 10-12 Minuten
  • Kühlzeit (unverzichtbar!): mindestens 4 Stunden
  • Gesamtzeit: ca. 5 Stunden (davon viel Wartezeit)

Das Geheimnis für ein Baiser, das nicht weint

Das ist die große Frage! Das „Weinen“ (feuchte Siruptröpfchen unter dem Baiser) passiert oft, wenn der Eischnee auf eine kalte Füllung gesetzt wird. Mein absoluter Geheimtipp: Setze das Baiser immer auf die noch warme oder lauwarme Zitronencreme und backe es sofort an. Die Hitze hilft, die unterste Schicht des Baisers zu stabilisieren und bildet eine Art Schutzschicht gegen Feuchtigkeit.

Eine fruchtige Wissens-Note

Wusstest du, dass die Zitrone nicht nur Geschmack, sondern auch eine lange Haltbarkeit in die Torte bringt? Die Säure wirkt natürlich konservierend. Deshalb hält sich eine gut gekühlte Baiser-Torte auch ein paar Tage. Früher war das ein praktischer Nebeneffekt für Bäcker, heute freuen wir uns einfach über das erfrischende Aroma. Wer seinen Ernährungsalltag strukturieren möchte, findet übrigens tolle Inspirationen für die Planung von Mahlzeiten mit frischen Zutaten beim Bundeszentrum für Ernährung.

Das brauchst du in deiner Küche

  • Eine Springform (Ø 24 cm) oder eine tiefe Tortenform
  • Küchenmaschine oder Handrührgerät
  • Mixer (für den Eischnee)
  • Topf zum Kochen der Creme
  • Schüssel zum Temperieren der Eier
  • Reibe für die Zitronenschale
  • Backpapier und Blindbackperlen

So bewahrst du deine Torte richtig auf

Die fertige Zitronen-Baiser-Torte gehört sofort in den Kühlschrank. Am besten schützt du sie mit einer großen, umgedrehten Schüssel oder einem speziellen Tortenkasten vor Gerüchen und dem Austrocknen. So bleibt das Baiser schön luftig.

Aufgeschnitten solltest du die Torte innerhalb von 2-3 Tagen genießen. Die Creme bleibt wunderbar cremig, und der Boden wird nicht durchgeweicht, wenn du sie richtig kühlstellst. Falls du mal Reste einfrieren möchtest (ohne Baiser), geht das. Die Konsistenz der Creme kann sich danach minimal verändern, schmeckt aber immer noch köstlich.

Vor dem Servieren die Torte für 10-15 Minuten aus dem Kühlschrank nehmen. Dann ist die Zitronencreme herrlich cremig, und das Baiser lässt sich am besten schneiden. Ein langes, scharfes Messer, das du zwischen den Schnitten in heißes Wasser tauchst, ist dein bester Freund für perfekte Tortenstücke.

Meine besten Tipps für dein Backglück

  • Eier trennen: Mach das, wenn die Eier kühl sind. Das geht leichter. Lass die Eiweiße dann aber Zimmertemperatur annehmen, sie schlagen sich dann voluminöser.
  • Kein Metall: Rühre die Zitronencreme nicht in einem Metalltopf an, das kann einen metallischen Beigeschmack geben. Nimm lieber einen beschichteten Topf.
  • Abrieb vor dem Auspressen: Immer zuerst die unbehandelten Zitronen abreiben, dann auspressen. So geht das viel einfacher!
  • Backofen-Tür: Öffne während des Bräunens des Baisers nicht die Ofentür. Das könnte es zum Zusammenfallen bringen.

Wie du die Torte hübsch servieren kannst

  • Streue etwas fein geriebenen Zitronenabrieb oder eine Prise Puderzucker über die goldbraunen Spitzen.
  • Serviere mit frischen Himbeeren oder Blaubergen, die zur Säure der Zitrone passen wunderbar.
  • Ein Klecks leicht gesüßte Schlagsahne oder ein Löffel Zitronensorbet daneben sind ein Traum.
  • Dekoriere mit dünnen Zitronenscheiben und frischer Minze für einen sommerlichen Look.

Sechs kreative Varianten der klassischen Zitronentorte

Lust auf Abwechslung? Hier sind Ideen, um das Grundrezept zu verändern:

  1. Limonen-Baiser-Torte: Ersetze den Zitronensaft komplett durch Limettensaft und -abrieb. Das ergibt eine exotischere, noch etwas intensivere Säure.
  2. Blaubeer-Zitronen-Torte: Verteile eine Schicht frischer oder aufgetauter Blaubeeren auf dem blindgebackenen Boden, bevor du die Zitronencreme darauf gießt.
  3. Kokos-Zitronen-Torte: Gib 50 g fein geraspelte Kokosflocken in den Mürbeteig und verwende Kokosmilch statt Wasser in der Creme für eine tropische Note.
  4. Ingwer-Zitronen-Torte: Unter die Zitronencreme 2-3 EL fein gehackten kandierten Ingwer mischen – ein spannendes Geschmacksspiel!
  5. Individuelle Tartelettes: Backe den Teig in kleinen Tarteförmchen aus. So hat jeder sein persönliches Mini-Dessert, perfekt für Partys.
  6. Baiser ohne Ofen: Für das Baiser italienischen Baiserschaum (mit heißem Zuckersirup) machen. Der ist extrem stabil und muss nicht mehr in den Ofen.

Wenn du nach Inspiration für weitere einfache Desserts suchst, die genauso beeindrucken, schau doch mal in unserer großen Sammlung unter einfache Desserts zum Nachbacken vorbei. Dort findest du zum Beispiel auch eine raffinierte cremige Hähnchen-Carbonara für das herzhafte Gegenstück oder einen lustigen Big Mac Nudelsalat für den nächsten Grillabend. Für etwas Leichtes probiere die erfrischenden Thai Hähnchen Wraps.

Typische Fehler und wie du sie vermeidest

Fehler 1: Ein weicher, zäher Mürbeteigboden

Das passiert, wenn der Teig zu warm wird oder zu stark geknetet wird. Die Butter schmilzt und das Klebereiweiß im Mehl entwickelt sich zu sehr, was den Teig zäh macht. So vermeidest du es: Arbeite schnell mit kalten Zutaten. Sobald der Teig zusammenhält, hörst du auf zu kneten. Die lange Ruhezeit im Kühlschrank ist Pflicht, damit sich die Butter wieder festigt und der Teig sich später nicht zusammenzieht.

Fehler 2: Die Zitronencreme wird klumpig

Die große Gefahr ist, dass die Eigelbe in der heißen Masse gerinnen und kleine Eierstücke entstehen. Der Schuldige ist oft der Temperaturschock. So vermeidest du es: Das „Temperieren“ ist dein Rettungsanker! Rühre immer erst einen Teil der heißen Masse langsam in die kalten Eigelbe, bevor du alles zurück in den Topf gibst. So gewöhnen sich die Eier schonend an die Hitze. Ein ständiges Rühren auf dem Herd ist ebenfalls essentiell.

Fehler 3: Das Baiser wird flüssig oder bröckelig

Ein flüssiger Eischnee entsteht durch Fettspuren in der Schüssel oder am Rührbesen. Ein bröckeliges Baiser entsteht, wenn der Zucker zu schnell eingearbeitet wird und sich nicht vollständig auflöst. So vermeidest du es: Reinige alles gründlich mit heißem Wasser und Essig vor dem Schlagen. Gib den Zucker wirklich langsam, löffelweise hinzu, während der Mixer auf höchster Stufe läuft. Der Zucker muss sich komplett auflösen, sonst bleibt er körnig und das Baiser wird brüchig.

Fehler 4: Die Torte „läuft aus“ beim Anschneiden

Die Füllung ist noch zu flüssig oder hat nicht genug gebunden. Auch das Schneiden einer zu warmen Torte kann das verursachen. So vermeidest du es: Lass die Creme auf dem Herd die vollen 2 Minuten nach dem Rückführen der Eier köcheln. Die Stärke muss richtig ausquellen, um zu binden. Die anschließende, lange Kühlzeit von mindestens 4 Stunden ist kein Vorschlag, sondern ein Muss! Nur so wird die Creme schön fest und schnittfest.

Häufig gestellte Fragen zur Zitronen-Baiser-Torte

Kann ich die Torte schon am Vortag zubereiten?

Absolut! Das macht sogar sehr viel Sinn. Du kannst den Boden am Vortag backen und auskühlen lassen. Die Zitronencreme kochst du ebenfalls vor, füllst sie in den Boden und deckst sie direkt mit Frischhaltefolie ab (die Folie sollte die Creme berühren, damit sich keine Haut bildet). Am Serviertag schlägst du dann frisch das Baiser, verteilst es und bräunst es im Ofen. So ist das Baiser schön frisch und luftig. Die komplette Torte hält sich, fertig gebacken und gekühlt, 2-3 Tage.

Was tun, wenn mein Eischnee nicht steif wird?

Das ist frustrierend, aber es gibt Rettung. Stoppe den Mixer sofort. Überprüfe, ob wirklich kein Eigelb oder Fett in der Schüssel war. Wenn ja, fang mit frischen Eiweißen neu an. Manchmal hilft es auch, eine weitere Prise Salz oder etwas Säure (ein paar Tropfen Zitronensaft) zuzugeben, um die Eiweißstruktur zu stabilisieren. Die Eiweiße sollten Zimmertemperatur haben, das fördert die Volumenbildung. Und ganz wichtig: Gib erst den Zucker dazu, wenn der Eischnee schon schaumig und weich ist.

Meine Zitronencreme ist zu sauer/süß. Wie kann ich das korrigieren?

Das ist Geschmackssache. Für eine süßere Creme kannst du nach dem Kochen noch etwas Puderzucker unterrühren. Vorsicht: Flüssiger Zucker würde die Konsistenz verändern. Für eine saurere Creme kannst du vorsichtig etwas mehr Zitronensaft unterrühren. Bedenke aber, dass zusätzliche Flüssigkeit die Creme wieder dünnflüssiger machen kann. Am besten schmeckst du die Creme vor dem Abfüllen leicht ab und richtest dich nach den Grundmengen im Rezept, die eine gute Balance bieten.

Kann ich das Rezept auch für eine kleinere Springform nutzen?

Ja, klar! Für eine 20-cm-Form nimmst du einfach drei Viertel der Mengenangaben. Achte besonders bei der Backzeit des Bodens darauf, dass er vielleicht etwas schneller fertig ist. Bei der Creme musst du die Kochzeit nicht verändern, nur die Menge wird weniger. Für das Baiser reichen dann 3 Eiweiße mit entsprechend weniger Zucker (ca. 150g). Es ist einfacher, die Mengen zu reduzieren, als zu versuchen, Reste aus einer großen Form zu verwenden.

Warum ist mein Baiser innen ganz weich und gummiartig?

Das deutet darauf hin, dass es nicht lange genug im Ofen war. Die kurze Backzeit dient nicht nur dem Bräunen, sondern auch dem Durchgaren des gesamten Eischnees. Die Hitze koaguliert die Eiweiße und macht das Baiser innen schön luftig-trocken und außen knusprig. Achte darauf, dass das Baiser wirklich eine schöne, gleichmäßige Goldfarbe hat, bevor du die Torte aus dem Ofen nimmst. Die 10-12 Minuten bei 180°C sind ein guter Richtwert.

Geht das Rezept auch mit fertigem Mürbeteig aus dem Kühlregal?

Ja, natürlich! Das ist eine tolle Zeitspar-Option, besonders wenn es mal schnell gehen muss. Achte darauf, einen ungezuckerten Mürbeteig (oft „extra“ genannt) zu wählen. Rolle ihn aus, lege ihn in die Form und führe das Blindbacken wie im Rezept beschrieben durch. Der Geschmack eines selbstgemachten Teiges ist zwar unschlagbar butterig, aber mit einer fertigen Grundlage kannst du dich voll auf die tolle Füllung und das Baiser konzentrieren.

Kann ich für die Creme auch Zitronensaft aus der Flasche nehmen?

Davon rate ich ab. Frisch gepresster Zitronensaft macht den entscheidenden Unterschied im Geschmack! Er schmeckt lebendig, frisch und natürlich säuerlich. Saft aus der Flasche schmeckt oft abgestanden, muffig oder zu scharf säuerlich und kann das gesamte Geschmackserlebnis der Torte trüben. Für eine wirklich gelungene Hausgemachte Zitronen-Baiser-Torte lohnt sich das paar Minuten Auspressen auf jeden Fall. Deine Gäste werden es schmecken!

Meine Torte ist sehr wackelig. Ist das normal?

Eine gewisse Cremigkeit und leichte Wackligkeit (wie bei einem gut gemachten Pudding) ist völlig normal und gewollt. Sie sollte aber nicht flüssig sein. Wenn sie sehr stark wackelt, war die Bindezeit der Stärke möglicherweise zu kurz, oder die Torte wurde nicht lang genug gekühlt. Beim nächsten Mal die Creme etwas länger kochen lassen und unbedingt die volle Kühlzeit einplanen. Sie wird mit der Zeit immer fester.

Was mache ich mit den übrig gebliebenen Eigelben?

Die müssen nicht weggeworfen werden! Du kannst sie hervorragend für andere leckere Rezepte verwenden. Mixe sie zum Beispiel unter eine cremige Sauce für eine Carbonara, um ihr mehr Bindung zu geben. Oder du machst daraus eine leckere, reichhaltige Mayonnaise, einen frischen Zitronen- oder Vanillepudding oder verwendest sie für einen saftigen Kuchen wie eine Quark-Öl-Torte. Bewahre sie bis zur Verwendung in einem kleinen, abgedeckten Gefäß im Kühlschrank auf.

Kann ich die ganze Torte einfrieren?

Das Einfrieren der kompletten Torte mit Baiser wird nicht empfohlen. Das Baiser verliert beim Auftauen seine luftige Konsistenz und wird oft zäh oder schwammig. Du kannst aber sehr gut die einzelnen Komponenten einfrieren. Den blindgebackenen, abgekühlten Boden (in Frischhaltefolie) und die abgekühlte Zitronencreme (in einem dichten Behälter) einfrieren. Auftauen und dann frisches Baiser darauf machen und bräunen. So hast du immer einen tollen Dessert-Basis im Haus!

Und jetzt wünsche ich dir ganz viel Freude und Erfolg beim Nachbacken dieser wunderbaren Torte! Sieh es als eine kleine Auszeit in der Küche – der Duft von gebuttertem Teig und frischer Zitrone ist pure Therapie. Und das strahlende Lächeln deiner Lieben, wenn sie das erste Stück probieren, ist der schönste Lohn. Gutes Gelingen und lass es dir schmecken!

Hausgemachte Zitronen-Baiser-Torte

Hausgemachte Zitronen-Baiser-Torte

Hausgemachte Zitronen-Baiser-Torte Rezept: Knuspriger Mürbeteig, sahnige Zitronencreme & fluffiges Baiser. Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Profi-Tipps.
Vorbereitungszeit 20 Minuten
Zubereitungszeit 35 Minuten
Kühlzeit 4 Stunden
Gesamtzeit 4 Stunden 55 Minuten
Portionen: 8 Personen
Calories: 320

Zutaten
  

  • 200 g Weizenmehl (Type 405)
  • 1 Prise Salz
  • 100 g kalte, gewürfelte Butter
  • 3-4 EL Eiswasser
  • 200 g Zucker
  • 50 g Speisestärke
  • 350 ml Wasser
  • 4 Eigelb (Größe M)
  • 2-3 unbehandelte Zitronen (Saft und Abrieb) (ca. 120 ml Saft)
  • 30 g Butter
  • 4 Eiweiß (Größe M)
  • 1 Prise Salz oder ¼ TL Weinsteinbackpulver
  • 200 g feiner Zucker
  • ½ TL Vanilleextrakt

Kochutensilien

  • Küchenmaschine oder Handrührgerät
  • Schüssel
  • Topf
  • Springform (Ø 24 cm)
  • Reibe für Zitronenschale

Method
 

  1. Mische das Mehl und die Prise Salz in einer großen Schüssel.
  2. Gib die kalten Butterwürfel dazu und zerkleinere alles zu feinen Bröseln.
  3. Tröpfle nach und nach das Eiswasser dazu und knete, bis ein glatter Teig entsteht.
  4. Wickle den Teig in Frischhaltefolie und lege ihn für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank.
  5. Rolle den Mürbeteig aus und lege ihn in die Tortenform, steche mehrmals mit einer Gabel ein.
  6. Backe den Boden für 15 Minuten mit Backpapier und Blindbackperlen, entferne die Perlen und backe weitere 10 Minuten.
  7. Lass den Boden vollständig abkühlen.
  8. Verrühre in einem Topf Zucker und Speisestärke, schütte das Wasser dazu und bringe es bei mittlerer Hitze zum Kochen.
  9. Verquirle in einer separaten Schüssel die Eigelbe und temperiere sie mit einem Schöpfer der heißen Masse.
  10. Gib die temperierte Mischung zurück in den Topf und lasse alles für 2 Minuten unter Rühren köcheln.
  11. Rühre Zitronensaft, Zitronenabrieb und Butter unter, bis eine glatte Creme entsteht.
  12. Schlage die Eiweiße mit der Prise Salz oder Weinsteinbackpulver steif.
  13. Streue den Zucker nach und nach in die Eischnee-Masse und schlage weiter, bis es glänzt und feste Spitzen bildet.
  14. Gieße die noch warme Zitronencreme in den ausgekühlten Tortenboden.
  15. Verteile das Baiser in Häufchen auf der Creme und forme Spitzen.
  16. Backe die Torte für 10-12 Minuten bei 180°C, bis das Baiser goldbraun ist.
  17. Lass die Torte mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank durchkühlen.

Nährwerte

Calories: 320kcalCarbohydrates: 45gProtein: 5gFat: 14gSaturated Fat: 8gCholesterol: 80mgSodium: 100mgPotassium: 150mgFiber: 1gSugar: 25gVitamin A: 300IUVitamin C: 15mgCalcium: 30mgIron: 1mg

Notizen

Frisch gepresster Zitronensaft ist entscheidend für den Geschmack. Die Torte hält sich gut gekühlt 2-3 Tage im Kühlschrank. Vor dem Servieren für 10-15 Minuten aus dem Kühlschrank nehmen, um die Creme cremig zu machen. Das Baiser immer auf die noch warme Zitronencreme setzen, um das Weinen zu verhindern.
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