Bierbrot Rezept Einfach: Dein schnellstes Brot der Welt!
Kennt ihr das auch? Plötzlich klingelt es an der Tür, Freunde stehen da, und man hat nur trockene Brötchen im Haus. Oder die Suppe dampft auf dem Tisch, aber es fehlt das Stückchen Herzhaftes zum Eintunken. Mein Retter in der Not? Dieses unglaublich einfache Bierbrot Rezept. Mit nur zwei Hauptzutaten und fünf Minuten Vorbereitung steht ein köstliches, hausgemachtes Brot auf dem Tisch. Und das Beste: Es riecht beim Backen so unwiderstehlich, dass alle denken, du hättest den ganzen Tag in der Küche gestanden. Ein Geheimnis, das ich niemals für mich behalten könnte!
Die charmante Geschichte des „Schnellbrots“
Die Idee, Brot mit Bier zu backen, ist uralt und genial zugleich. Bier enthält Hefe und Kohlensäure, die den Teig aufgehen lassen – perfekt, wenn man keine frische Hefe zur Hand hat. In vielen alten Haushalten, gerade in Bayern und Österreich, war Bier ein Grundnahrungsmittel. So landete es nicht nur im Glas, sondern auch im Brotteig. Mein Opa nannte es immer sein „Stammtischbrot“. Heute erlebt dieser Klassiker ein Comeback, weil er so unkompliziert ist. Ob mit klassischem Lagerbier oder einem herben Ale – jeder Biertyp verleiht dem Brot eine eigene, liebenswerte Note. So verbindet dieses Rezept Tradition mit moderner Bequemlichkeit.
Warum du dieses Bierbrot lieben wirst
Dieses Bierbrot ist meine absolute Lieblings-Notlösung. Es ist weich, saftig und bekommt eine wunderbar knusprige Kruste. Und dabei ist es so simpel, dass absolut nichts schiefgehen kann. Du brauchst keinen Mixer, kein Kneten und keine Wartezeit. Es ist perfekt für Kochmuffel, geniale Bäckereinsteiger und alle, die wenig Zeit haben. Das Brot schmeckt pur fantastisch, aber du kannst es mit einfachen Zutaten wie Käse oder Kräutern total individuell anpassen. Ein Freundlichkeit faires Rezept, das immer funktioniert!
Wann backst du dein erstes Bierbrot?
Dieses Brot ist ein wahrer Allrounder für jede Gelegenheit. Ich backe es gerne spontan, wenn Gäste kommen – es ist der ultimative Crowd-Pleaser. Es begleitet Cremesuppen, deftige Eintöpfe oder einen frischen Salat perfekt. Bei unserem letzten Grillabend habe ich es mit geriebenem Cheddar und Rosmarin zubereitet und es war schneller leer als die Würstchen! Es eignet sich auch wunderbar als Geschenk aus der Küche, verpackt in einer hübschen Bäckertüte. Oder einfach als schnelles Frühstücksbrot, wenn die Lust auf Toast mal wieder durchhängt.
Was du für dein einfaches Bierbrot brauchst
- 3 Tassen (ca. 375 g) Selbstbackmehl (Weizenmehl Type 550): Das ist der geheime Star! Es enthält bereits Backpulver und Salz.
- 1 Flasche Bier (330 ml): Ein helles Lagerbier oder Pils gibt einen neutralen Geschmack. Ein Ale oder Weizenbier bringt mehr Würze.
Optionale Zugaben für deine persönliche Note:
- 2 EL Honig oder Zucker für eine leichte Süße.
- 1 Tasse geriebener Käse (z.B. Cheddar oder Gouda).
- 1 TL getrocknete Kräuter wie Rosmarin oder Thymian.
- 2 EL geschmolzene Butter zum Bestreichen nach dem Backen.
Spielraum in der Küche: Mögliche Ersatz-Zutaten
Kein Selbstbackmehl da? Kein Problem! Für 450 g normales Mehl (Type 550) mischst du 4 ½ TL Backpulver und 1 ½ TL Salz unter. Gut vermischen, dann wie im Rezept verwenden. Für ein glutenfreies Bierbrot nimmst du einfach eine glutenfreie Mehlmischung 1:1 und fügst 4 TL Backpulver und 1 TL Salz hinzu. Das Bier sollte dann natürlich auch glutenfrei sein. Wenn du kein Bier verwenden möchtest, geht auch prickelndes Mineralwasser. Der Geschmack wird dann neutraler, aber das Brot wird trotzdem locker.
So gelingt dein perfektes Bierbrot: Schritt-für-Schritt
Schritt 1: Ofen vorheizen und Form vorbereiten
Stelle als erstes deinen Backofen auf 190°C Ober-/Unterhitze (Umluft: 170°C). Während er warm wird, nimmst du eine Kastenform (ca. 25 cm Länge) und fetten sie gründlich mit Butter oder Öl ein. Alternativ legst du ein Stück Backpapier hinein, das geht auch super. Der Geruch von warmem Ofen weckt schon jetzt die Vorfreude bei allen in der Wohnung. Stelle die eingefettete Form schon mal beiseite.
Schritt 2: Die zwei Zutaten vereinen
Gib das trockene Selbstbackmehl in eine große Rührschüssel. Öffne die Flasche Bier. Tipp: Schüttle sie vorher nicht! Gieße das Bier langsam in die Schüssel mit dem Mehl. Sofort beginnen die sprudelnden Bläschen mit dem Mehl zu arbeiten. Jetzt nimmst du einen Kochlöffel oder einen Gummispatel und rührst alles vorsichtig zusammen, bis gerade so kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist. Der Teig wird klumpig und etwas klebrig – das ist genau richtig! Pro-Tipp: Rühre nur so lange wie nötig. Übermäßiges Rühren macht das Brot später zäh.
Schritt 3: Optional: Persönliche Akzente setzen
Jetzt ist der Zeitpunkt für deine Kreativität! Möchtest du ein würziges Kräuterbrot? Unterhebe getrockneten Rosmarin und Thymian. Steht ein kräftiger Cheddar bereit? Falte ihn jetzt unter. Für ein leicht süßliches Brot rührst du Honig oder Zucker mit unter. Rühre diese Zusätze nur kurz und schonend unter, um die Luft im Teig zu erhalten. Der Teig verändert sich optisch kaum, aber die Aromen werden später beim Backen wunderbar frei.
Schritt 4: Teig in die Form geben und glatt streichen
Schiebe den Teig mit dem Spatel vorsichtig in die vorbereitete Kastenform. Er lässt sich nicht wie klassischer Hefeteig glatt streichen, sondern ist eher zähflüssig. Keine Sorge! Benetze einfach deine Finger mit etwas Wasser oder Mehl und drücke den Teig gleichmäßig in der Form zurecht. Streiche die Oberfläche grob glatt. Das Brot sieht jetzt noch sehr bescheiden aus, aber glaub mir: Die Magie passiert im Ofen.
Schritt 5: Goldbraun backen und testen
Stelle die Form in die Mitte des vorgeheizten Ofens. Lasse das Brot nun 40-45 Minuten backen. Du wirst sehen, wie es langsam aufgeht und eine herrliche goldbraune Kruste bildet. Der wunderbare Duft von frischem Brot zieht durchs Haus. Nach ca. 40 Minuten machst du die Stäbchenprobe: Stecke einen Holzspieß in die Mitte des Brotes. Kommt er sauber wieder heraus, ist es fertig. Sieht es noch etwas blass aus, lasse es noch 5 Minuten länger im Ofen.
Schritt 6: Auskühlen lassen – die Geduldsprobe!
Hole die Form aus dem Ofen. Wenn du magst, kannst du die Oberfläche sofort mit geschmolzener Butter bestreichen – das gibt einen schönen Glanz und extra Geschmack. Lasse das Brot nun für 10 Minuten in der Form abkühlen. Danach stürze es vorsichtig auf ein Gitter und lass es komplett auskühlen. Das ist wichtig! Wenn du es warm anschneidest, kann es innen noch etwas gummig sein. Das Auskühlen lässt die Krume perfekt ausreifen. Chef-Tipp: Stelle das Gitter mit dem Brot auf den kalten Herd. Die leuste Restwärme hilft, die Kruste knusprig zu halten.
Zeitplan für dein Bierbrot
Vorbereitungszeit: Nur 5 Minuten! Diese Zeit brauchst du wirklich nur zum Abmessen und Verrühren. Backzeit: 45 Minuten. Zeit für eine Tasse Tee oder das Decken des Tisches. Abkühlzeit: 30-60 Minuten. Gesamtzeit: Etwa 80 Minuten, davon nur 5 Minuten aktive Arbeitszeit. Ein unschlagbares Verhältnis!
Mein geheimes Extra für das perfekte Bierbrot
Mein absoluter Geheimtipp ist ein Hauch von Malz! Wenn du ein etwas nussigeres, toastigeres Aroma möchtest, gib einen Esslöffel Malzextrakt oder Malz-Pulver (gibt es im Back- oder Biobedarf) zum Mehl. Es verstärkt das Getreidearoma des Biers und verleiht der Kruste eine tiefere, appetitlichere Farbe. Ein kleiner Schritt mit großer Wirkung!
Warum lässt Bier das Brot aufgehen?
Das ist die geniale Wissenschaft dahinter! Bier enthält zwei Triebmittel: Kohlensäure und oft auch noch Hefereste. Beim Kontakt mit dem Backpulver im Selbstbackmehl (oder dem zusätzlichen Backpulver) verstärken die Bläschen der Kohlensäure die chemische Reaktion. Dadurch entsteht sofort Gas, das den Teig im Ofen aufgehen lässt. Gute Informationen zu Lebensmitteln und deren Verarbeitung findest du auch auf den Seiten des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), zum Beispiel zum Thema Lebensmittelhygiene.
Das kleine 1×1 der Küchenhelfer
- Eine große Rührschüssel
- Ein Schneebesen oder Kochlöffel
- Eine Kastenform (ca. 1 Liter Fassungsvermögen, ca. 25 cm lang)
- Ein Auskühlgitter
- Küchenwaage oder Messbecher (optional)
So bleibt dein Bierbrot lange frisch
Am allerbesten schmeckt das Bierbrot natürlich noch am Tag des Backens. Es ist dann wunderbar knusprig und saftig. Wenn etwas übrig bleibt, kannst du es in einem Brotkasten oder einem Bienenwachstuch bei Raumtemperatur aufbewahren. So hält es sich 2-3 Tage frisch.
Die Kruste verliert mit der Zeit an Knusprigkeit. Das ist normal. Du kannst Scheiben des Brotes aber prima toasten oder in einer Pfanne mit etwas Butter rösten. Das bringt den Geschmack und die Textur wieder voll zur Geltung. Perfekt für knusprige Croûtons für Suppen!
Du kannst das Bierbrot auch einfrieren. Lasse es dazu komplett auskühlen, wickle es gut in Frischhaltefolie und dann in einen Gefrierbeutel. So hält es sich 1-2 Monate. Zum Auftauen lässt du es bei Raumtemperatur auftauen und toastest es dann kurz – schmeckt fast wie frisch gebacken!
Meine besten Tipps für das Gelingen
- Mehl sieben: Auch wenn es schnell gehen soll – siebe das Mehl in die Schüssel. Das macht den Teig noch luftiger.
- Biertemperatur: Nimm das Bier aus dem Kühlschrank. Zimmertemperatur kann die Reaktion mit dem Backpulver zu schnell starten.
- Formgröße: Nimm nicht zu große Formen. Der Teig sollte sie zu 2/3 bis 3/4 füllen, sonst wird das Brot zu flach.
- Backpapier: Bei Käse-Zugaben Backpapier verwenden. Der Käse kann ansonsten am Rand festkleben.
Das Brot schön anrichten
- Serviere das ganze Brot auf einem schönen Schneidebrett mit einem rustikalen Brotmesser.
- Lege Kräuter wie frische Rosmarinzweige oder Thymian daneben.
- Stelle kleine Schälchen mit guten Ölen, Balsamico-Creme oder einem rauchigen Dip dazu.
- Eine Scheibe Bierbrot passt auch wunderbar als Unterlage für eine bowle von frischem Quark oder Avocado-Creme – das sieht sehr edel aus!
Sechs köstliche Abwandlungen des Bierbrot Rezepts
- Rustikales Kräuter-Knoblauch-Brot: Unterhebe 2 TL getrocknete italienische Kräuter und 1 TL Knoblauchpulver. Nach dem Backen mit einer Mischung aus geschmolzener Butter, frischem Knoblauch und Petersilie bestreichen.
- Deftiges Käse-Speck-Brot: Falte 1 Tasse geriebenen Gouda und 100 g klein gewürfelten, angebratenen Speck unter den Teig. Ein herzhafter Genuss zum Grillen!
- Mildes Dinkel-Honig-Brot: Ersetze die Hälfte des Weizenmehls durch Dinkelmehl und füge 2 EL Honig hinzu. Ein vollwertiger, leicht nussiger Begleiter.
- Oliven-Rosmarin-Brot: Gib ½ Tasse gehackte, entkernte Oliven und 1 EL frischen, gehackten Rosmarin in den Teig. Sehr mediterran und perfekt zu Antipasti.
- Vollkorn-Sonnenblumenkern-Brot: Nimm 1 Tasse Vollkornmehl und 2 Tassen Weizenmehl. Unterhebe 3 EL Sonnenblumenkerne. Für einen kräftigen Biss.
- Laugenbierbrot: Nach dem Backen das noch warme Brot mit einer Mischung aus Wasser und Natron (1 EL Natron auf 100 ml Wasser) bestreichen. Gibt eine leichte Laugenoptik und -note.
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Häufige Fehler und wie du sie vermeidest
Mistake 1: Den Teig zu lange und zu stark kneten
Das ist der häufigste Fehler. Man will einen glatten Teig, wie man ihn von Hefebrot kennt. Beim Bierbrot ist das aber falsch. Durch zu langes Kneten oder Rühren entwickelt sich zuviel Gluten, das Klebereiweiß im Mehl. Das Ergebnis ist ein zähes, dichtes Brot, das kaum aufgeht. Rühre die Zutaten daher nur so lange, bis gerade kein trockenes Mehl mehr sichtbar ist. Ein paar kleine Klümpchen sind völlig in Ordnung und sorgen für eine luftigere Krume.
Mistake 2: Das falsche Bier verwenden
Ein sehr bitteres oder stark hopfenlastiges Bier kann dem Brot eine unangenehme, herbe Note geben. Auch alkoholfreies Bier funktioniert oft nicht optimal, da ihm die Kohlensäure fehlt. Die beste Wahl ist ein mildes, klassisches Lagerbier, Pils oder ein Helles. Für einen intensiveren Geschmack nimmt man ein Weizenbier. Dunkle Biere eignen sich auch, geben aber eine sehr malzige, dunkle Farbe. Tipp: Verwende ein Bier, das dir auch pur schmeckt!
Mistake 3: Das Brot zu früh anschneiden
Die Versuchung ist riesig, wenn der herrliche Duft durch die Küche zieht. Aber du musst stark sein! Das Bierbrot braucht Zeit, um innen auszureifen und seine endgültige Konsistenz zu finden. Wenn du es warm anschneidest, ist die Krume oft noch feucht, klebrig und gummiartig. Lasse es unbedingt für mindestens 30 Minuten, besser eine Stunde, komplett auf einem Gitter auskühlen. Danach lässt es sich perfekt schneiden.
Mistake 4: Nicht abgedecktes Mehl verwenden
Selbstbackmehl ist eine tolle Mischung, aber sein Inhalt ist empfindlich. Das enthaltene Backpulver verliert mit der Zeit an Triebkraft, besonders wenn es Feuchtigkeit oder Luft ausgesetzt ist. Verwende daher möglichst frisches Mehl aus einer neu geöffneten Packung. Lagere geöffnete Packungen gut verschlossen und trocken. Wenn dein Selbstbackmehl schon länger steht, teste es: Rühre einen Teelöffel in ein Glas warmes Wasser. Blubbert es kräftig, ist es noch gut.
Fragen & Antworten zum Bierbrot Rezept
Kann ich dieses einfache Bierbrot auch ohne Selbstbackmehl backen?
Ja, absolut! Das ist überhaupt kein Problem. Nimm für dieses Rezept einfach 375 g normales Weizenmehl (Type 550), mische es mit 4 gehäuften Teelöffeln Backpulver und 1,5 Teelöffeln Salz. Vermische diese trockenen Zutaten sehr gut in einer Schüssel, bevor du das Bier hinzugibst. So stellst du dir dein eigenes Selbstbackmehl her. Alles andere bleibt gleich. Die Triebkraft ist genauso gut und das Ergebnis schmeckt fantastisch.
Welches Bier ist am besten für dieses Rezept geeignet?
Für klassischen, neutralen Brotgeschmack empfehle ich ein helles Lagerbier, ein Pils oder ein Export. Sie geben eine schöne Bräunung und einen dezent malzigen Geschmack. Wenn du es würziger magst, probiere ein helles Weizenbier – das gibt eine fruchtigere Note. Dunkle Biere wie Altbier oder Starkbiere sind auch möglich, sie färben das Brot dunkelbraun und schmecken sehr kräftig. Vermeide sehr bittere Craft-Biere mit extrem hohem Hopfengehalt, der Geschmack kann zu dominant werden.
Warum muss ich den Teig nicht kneten und gehen lassen?
Der Grund ist das Backpulver. Es ist ein chemisches Triebmittel, das sofort reagiert, sobald es mit der Flüssigkeit (dem Bier) in Kontakt kommt. Beim normalen Hefebrot braucht die Hefe Zeit zum Gären („Gehen“), um Gas zu produzieren. Beim Bierbrot übernehmen die Kohlensäure im Bier und das Backpulver. Sie machen das Brot luftiger. Hefebrot braucht viel Zeit zum Gehen. Unser Bierbrot ist ein „Quick Bread“, also ein Schnellbrot. Es ist sofort fertig für den Ofen. Deshalb ist es der perfekte Zeitretter für spontanen Brotgenuss!
Warum ist mein Bierbrot innen so feucht oder klitschig?
Das liegt meistens an zwei Dingen. Entweder wurde es nicht lange genug gebacken, oder es wurde noch zu warm angeschnitten. Ein Holzstäbchen in der Mitte muss sauber herauskommen. Wenn Teig daran klebt, backe es noch 5-10 Minuten länger. Und selbst wenn es durch ist, muss es komplett auskühlen. Beim Abkühlen verdunstet die letzte innere Feuchtigkeit und die Krume setzt sich. Wenn du sofort schneidest, ist das noch eingeschlossene Dampf und macht das Brot innen klitschig und kompakt.
Kann ich dem Bierbrot Zucker oder Honig zufügen?
Ja, unbedingt! Zwei Esslöffel Zucker oder Honig sind eine tolle Zugabe. Sie unterstreichen die malzige Note des Biers und sorgen für eine schönere Bräunung der Kruste. Der allgemeine Geschmack des Brotes wird dadurch etwas runder und voller. Bei herzhaften Varianten mit Käse oder Kräutern lasse ich den Zucker meist weg. Für ein eher neutrales oder leicht süßliches Grundbrot ist er aber eine feine Sache. Mische ihn einfach mit ins Mehl, bevor das Bier dazukommt.
Wie kann ich das Bierbrot würziger oder herzhafter machen?
Da sind deiner Fantasie kaum Grenzen gesetzt! Du kannst getrocknete Kräuter wie Rosmarin, Thymian oder eine italienische Kräutermischung unter den Teig heben. Knoblauch- oder Zwiebelpulver gibt starken Geschmack. Für die ultimative Herzhaftigkeit füge eine Tasse geriebenen Käse (z.B. Gouda, Cheddar, Emmentaler) und/oder 100 g klein gewürfelten, angebratenen Speck hinzu. Diese Zutaten einfach am Ende vorsichtig unterheben. So bekommst du ein herrliches Abendbrot oder ein Brot für den Grillabend.
Geht dieses Rezept auch als glutenfreies Bierbrot?
Ja, es funktioniert mit glutenfreier Mehlmischung. Du brauchst dafür eine Mischung, die für Brot geeignet ist, z.B. eine normale glutenfreie Mehlmischung aus dem Supermarkt. Nimm die gleiche Menge (375 g). Dann musst du pro 150 g Mehl etwa 1 Teelöffel Backpulver und eine Prise Salz hinzufügen. Bei 375 g sind das also 2,5 TL Backpulver und 3/4 TL Salz. Wichtig: Verwende ein glutenfreies Bier! Nicht jedes Bier ist glutenfrei. Mische alles gut und backe es wie im Rezept beschrieben. Es wird etwas kompakter, aber genauso lecker.
Kann ich das Bier auch durch etwas anderes ersetzen?
Wenn du kein Bier verwenden möchtest, geht prickelndes Mineralwasser oder kohlensäurehaltiges Tonic Water. Der Geschmack wird dann neutraler. Für eine süßliche Variante könntest du auch Malzbier nehmen. Die Triebkraft kommt von der Kohlensäure. Bei stillen Flüssigkeiten wie Milch oder Buttermilch fehlt dieser Effekt. Dann musst du mehr Backpulver verwenden. Das Rezept heißt aber nicht ohne Grund Bierbrot – das Bier verleiht den typischen, unverwechselbaren Geschmack!
Mein Brot steigt nicht gut auf – was habe ich falsch gemacht?
Das liegt fast immer am veralteten Backpulver oder daran, dass du zu lange gerührt hast. Prüfe das Haltbarkeitsdatum deines Selbstbackmehls. Backpulver verliert seine Kraft. Auch wenn das Mehl feucht wurde, wirkt es nicht mehr richtig. Ein anderer Grund: Du hast das Bier vorher geschüttelt. Dann entweicht die Kohlensäure schon vorher. Gieße das Bier vorsichtig ins Mehl. Und rühre wirklich nur kurz. Starke Bewegung zerstört die Bläschen, die das Brot heben sollen.
Was passt am besten zu einem frischen Bierbrot?
Es ist der ideale Begleiter für alle cremigen oder flüssigen Gerichte! Dazu passt eine cremiger Käse-Brokkoli-Auflauf oder eine Kürbissuppe wunderbar. Aber auch einfach nur mit guten Aufstrichen ist es ein Genuss. Probiere es mit frischem Kräuterfrischkäse, einem scharfen Paprika-Aufstrich oder kalt gepresstem Olivenöl mit Balsamico-Essig. An einem kalten Tag ist es auch die perfekte Grundlage für deftige Brotschnitten, belegt mit Schinken und Käse aus dem Ofen. Oder du reichst dazu einfach nur gutes Bier – dann kommt der Kreis schön zum Ursprung zurück!
Kann ich den Teig auch mit einem Handrührgerät mit Knethaken verarbeiten?
Davon rate ich dir ab. Ein Handrührgerät knetet den Teig viel zu schnell und zu stark. Dadurch wird er gummiartig und zäh. Das Bierbrot soll nicht geknetet werden. Die einfachste Methode ist immer noch die beste: Nimm eine große Schüssel und einen einfachen Kochlöffel oder Gummispatel. Mit wenigen, langsamen Bewegungen vermischst du Mehl und Bier. Das reicht völlig aus. Auch wenn du den Teig per Hand mit den Händen vermengst, achte darauf, es nur sehr kurz und sanft zu tun.
Frisches Brot in Rekordzeit – probier es aus!
Dieses einfache Bierbrot Rezept hat mein Leben als Hobbyköchin wirklich verändert. Ich habe immer die Zutaten zu Hause und kann in einer Stunde frisches, duftendes Brot auf den Tisch bringen. Es ist so befriedigend, dieses knusprige Ergebnis zu sehen und zu hören, wie alle begeistert davon kosten. Es ist mehr als nur ein Rezept – es ist ein Garant für ein Lächeln und ein Stück gemütliche Gastfreundschaft. Genau wie das unkomplizierte Erdbeer-Zitronen-Slushy, das dich an einem heißen Tag rettet, oder die perfekte Beilage wie ein Käse-Brokkoli-Auflauf oder würzige selbstgemachte geräucherte Boudin. Also, schnapp dir Selbstbackmehl und eine Flasche Bier und lass es dich überraschen. Gutes Gelingen und lass es dir schmecken!

Bierbrot Rezept Einfach
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Ofen auf 190°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen und Kastenform einfetten oder mit Backpapier auslegen.
- Selbstbackmehl in eine große Rührschüssel geben.
- Bier langsam ins Mehl gießen und vorsichtig umrühren, bis kein trockenes Mehl mehr sichtbar ist.
- Optional Zutaten wie Kräuter, Käse oder Honig unterheben.
- Teig in die vorbereitete Kastenform geben und glattstreichen.
- Brot 40-45 Minuten goldbraun backen und Stäbchenprobe machen.
- Brot aus dem Ofen nehmen, optional mit Butter bestreichen und 10 Minuten in der Form abkühlen lassen.
- Brot auf ein Gitter stürzen und vollständig auskühlen lassen.