Hausgemachter Mozzarella Käse einfach selbst gemacht

Hausgemachter Mozzarella Käse

Hausgemachter Mozzarella Käse: Ein kulinarisches Abenteuer für zu Hause

Ich erinnere mich noch genau an das erste Mal, als ich meinen eigenen hausgemachten Mozzarella Käse formte. Dieser Moment, in dem die weiche Masse plötzlich geschmeidig wurde und sich zu einem wunderschönen, glänzenden Ball ziehen ließ, war pure Magie! Es fühlte sich an, als hätte ich ein kleines kulinarisches Geheimnis gelüftet. Und das Beste? Es ist viel einfacher, als man denkt. Wenn du jemals gedacht hast, dass Käseherstellung nur etwas für Profis ist, lass dich eines Besseren belehren. Mit nur vier Zutaten und etwa 30 Minuten Zeit kannst du deinen eigenen, unwiderstehlich frischen Mozzarella zubereiten.

Die Geschichte hinter dem Stretchy-Käse

Die Tradition des Mozzarella Käses reicht weit zurück nach Italien. Ursprünglich wurde er aus der Milch des Wasserbüffels hergestellt, was ihm einen besonders reichen Geschmack verlieh. Heute wird er oft aus Kuhmilch gemacht, was uns die Möglichkeit gibt, ihn ganz einfach daheim nachzumachen. Die besondere Kunst liegt im „Filieren“ – dem Ziehen und Kneten der warmen Käsemasse, die ihm die typisch faserige, saftige Textur verleiht. Mein Rezept orientiert sich an dieser klassischen Methode, macht sie aber mit kleinen Tricks für die heimische Küche perfekt umsetzbar. So bringst du ein Stück italienische Handwerkskunst direkt auf deinen Tisch.

Warum du dieses Rezept lieben wirst

Dieser hausgemachte Mozzarella Käse ist ein echter Game-Changer! Erstens schmeckt er einfach unvergleichlich besser als die meisten gekauften Varianten – cremig, milchig und unglaublich zart. Zweitens ist die Begeisterung, etwas so Köstliches selbst zu erschaffen, riesig. Es ist ein wunderbares Projekt für einen entspannten Nachmittag. Und drittens weißt du ganz genau, was in deinem Essen steckt: nur frische, natürliche Zutaten. Keine Zusatzstoffe, keine Konservierungsmittel, nur purer Käsegenuss. Probier es aus und du wirst nie wieder zurück wollen.

Perfekte Anlässe für deinen eigenen Mozzarella

Dieser frische Käse macht jede Mahlzeit zu einem besonderen Event! Er ist der Star auf deiner selbstgemachten Pizza und schmilzt traumhaft. Zerpflückt über einem sommerlichen Tomaten-Basilikum-Salat mit einem Schuss Olivenöl ist er einfach himmlisch. Oder wie wäre es als Highlight auf einem selbst gemachten Antipasti-Teller für deine nächste Grillparty? Auch für ein romantisches Abendessen zu zweit ist er perfekt – zeig deinem Date deine kulinarischen Skills! Und vergiss nicht die Kinder: Sie werden begeistert sein, wenn sie beim Ziehen und Formen des Käses mithelfen dürfen. Ein echtes Erlebnis für die ganze Familie.

Zutaten für deinen hausgemachten Mozzarella Käse

Du brauchst nur vier einfache Dinge. Achte besonders auf die Milch, sie ist der Schlüssel zum Erfolg.

  1. 4 Liter frische Vollmilch (nicht ultra-pasteurisiert!)
  2. 1 TL Zitronensäure, gelöst in 60 ml kaltem Wasser
  3. 1 Lab-Tablette oder ¼ TL flüssiges Lab, gelöst in 60 ml kaltem Wasser
  4. 1 TL Salz (feines Meersalz ist perfekt)

Mögliche Ersatzzutaten

Keine Sorge, wenn du nicht alle Zutaten parat hast. Es gibt gute Alternativen:

  • Für Zitronensäure: Du kannst stattdessen 60 ml frisch gepressten Zitronensaft oder weißen Essig verwenden. Der Geschmack kann dabei leicht fruchtiger werden.
  • Für das Lab: Vegetarisches Mikrobenlab ist eine tolle Option, falls du kein tierisches Lab verwenden möchtest. Es funktioniert genauso gut.
  • Für die Milch: Rohmilch ist ideal, aber oft schwer zu bekommen. Wichtig ist, dass die Milch nicht „ultra-pasteurisiert“ oder „H-Milch“ ist. Frische Vollmilch vom Bauern oder Bio-Vollmilch aus dem Supermarkt (auf die Kennzeichnung achten!) klappt wunderbar.

Die Herstellung deines frischen Mozzarella Käses

Jetzt wird es spannend! Folge den Schritten genau und du wirst mit einem wunderbaren Ergebnis belohnt.

Step 1: Die Milch vorbereiten

Gieße die ganze Milch in einen großen, schweren Topf. Erhitze sie nun bei mittlerer Hitze ganz langsam. Du willst sie nicht kochen lassen, sondern nur sanft erwärmen. Rühre dabei ab und zu um, damit sich nichts am Boden ansetzt. Du wartest, bis dein Thermometer 32°C anzeigt. Die Milch sollte sich nur lauwarm anfühlen. Pro-Tipp: Ein Küchenthermometer ist hier sehr hilfreich! Ohne es kann man die Temperatur nur schwer genau treffen, was für den nächsten Schritt wichtig ist.

Step 2: Zitronensäure zugeben

Nimm den Topf sofort vom Herd, sobald die 32°C erreicht sind. Jetzt kommt die gelöste Zitronensäure ins Spiel. Rühre sie mit langsamen, aber sicheren Bewegungen in die warme Milch ein. Du wirst vielleicht sehen, wie sich die Milch ganz leicht zu trennen beginnt. Das ist gut so! Lasse die Mischung nun für genau eine Minute ganz in Ruhe stehen. In dieser Zeit arbeitet die Säure und bereitet die Milch auf das Lab vor.

Step 3: Das Lab einrühren

Jetzt gibst du die vorbereitete Lab-Lösung hinzu. Rühre sie für etwa 30 Sekunden vorsichtig, aber gründlich unter. Decke danach den Topf mit einem sauberen Geschirrtuch ab und stelle ihn beiseite. Jetzt ist Geduld gefragt. Lass die Mischung für 5 bis 10 Minuten völlig ungestört ruhen. In dieser Zeit wird aus der flüssigen Milch eine feste, puddingartige Masse – der sogenannte Bruch. Wenn du vorsichtig mit dem Finger an die Oberfläche tippst und sie sich wie feste Joghurtcreme anfühlt, ist es geschafft.

Step 4: Den Bruch schneiden und erhitzen

Mit einem langen, scharfen Messer schneidest du den festen Bruch nun vorsichtig. Zuerst in senkrechte Streifen, dann drehst du den Topf und schneidest waagerecht, sodass kleine Würfel entstehen. Erhitze diese Würfelchen nun wieder ganz behutsam auf etwa 40°C. Rühre dabei langsam und schonend, damit die Würzelchen nicht zu sehr zerbröseln. Du wirst sehen, wie sich die festen Teilchen (die Käsekörner) von der flüssigen Molke trennen.

Step 5: Die Molke abgießen und den Käse sammeln

Nimm den Topf wieder vom Herd. Jetzt kommt ein Sieb oder ein Schaumlöffel zum Einsatz. Schöpfe die festen Käsekörner vorsichtig aus der Molke und sammle sie in einer mikrowellengeeigneten Schüssel. Drücke sie sanft mit einem Löffel zusammen, um überschüssige Molke auszutreiben. Je trockener die Masse jetzt ist, desto besser lässt sie sich später ziehen. Die goldgelbe Molke kannst du übrigens auffangen und zum Backen von Brot verwenden – sie ist sehr gesund!

Step 6: Den Käse ziehen und formen

Das ist der magische Teil! Stelle die Schüssel mit den Käsebruchstücken für 30 Sekunden in die Mikrowelle. Nimm sie heraus (Vorsicht, heiß!) und gieße die ausgetretene Molke ab. Jetzt wird es warm und klebrig. Beginne, den Käse wie einen Teig zu falten und zu knete. Er wird erst komisch aussehen, aber bleib dran. Wiederhole den Vorgang: 30 Sekunden Mikrowelle, Molke abgießen, kneten. Nach dem zweiten oder dritten Mal passiert es plötzlich: Der Käse wird glatt, glänzend und unglaublich dehnbar! Chef’s Tip: Trage Einweghandschuhe, wenn der Käse zu heiß für deine Hände ist. So kannst du trotzdem weiterkneten.

Step 7: Salzen und abkühlen

Streue jetzt das Salz über den glatten, heißen Käse und knete es gut unter. Das Salz bringt den Geschmack perfekt zur Geltung. Nun formst du den Käse zu einem oder mehreren schönen, glatten Bällen. Für die finale Textur tauchst du die Bälle sofort für 5 Minuten in eine Schüssel mit Eiswasser. Das stoppt den Garprozess und gibt dem Mozzarella seine feste, doch saftige Konsistenz. Und fertig ist dein hausgemachter Mozzarella Käse!

Zeitplan für deine Käseproduktion

Die aktive Arbeitszeit ist erfreulich kurz. Die Vorbereitung dauert etwa 15 Minuten. Das Erhitzen und Bearbeiten des Käses nimmt weitere 15 Minuten in Anspruch. Insgesamt hast du also in nur 30 Minuten deinen eigenen frischen Käse. Die Ruhezeit für den Bruch (5-10 Minuten) ist hier schon eingerechnet. Perfekt für ein spontanes Wochenend-Projekt!

Chef’s Geheimnis: Die richtige Temperatur

Das absolute Geheimnis für geschmeidigen, streichfähigen Mozzarella liegt in der Temperatur beim Kneten. Der Käse muss richtig heiß sein, um sich ziehen zu lassen. Wenn er beim Kneten reißt oder krümelig wird, ist er zu kalt. Einfach wieder für 10-15 Sekunden in die Mikrowelle stellen, und schon wird er wieder geschmeidig. Hab keine Angst vor der Hitze!

Wissenswertes: Was ist eigentlich Lab?

Lab ist ein Enzym, traditionell aus dem Magen junger Kälber gewonnen, das die Milch gerinnen lässt. Es spaltet das Milcheiweiß, sodass es sich von der Flüssigkeit trennt und der feste Bruch entsteht. Für viele Hausköche war dies lange eine schwer beschaffbare Zutat. Heute bekommt man praktisches mikrobielielles Lab (vegetarisch) oder flüssiges Kalbslab bequem online oder in gut sortierten Bioläden. Ein kleiner Vorrat im Schrank lohnt sich für spontane Käse-Abenteuer!

Benötigte Ausrüstung

Du brauchst keine Profi-Ausstattung. Folgendes sollte in jeder Küche zu finden sein:

  • Ein großer Topf (am besten aus Edelstahl)
  • Ein Küchenthermometer (sehr wichtig!)
  • Ein scharfes Messer
  • Ein Schaumlöffel oder Sieb
  • Eine mikrowellengeeignete Schüssel
  • Eine Schüssel für Eiswasser

Aufbewahrung deines Mozzarella Käses

Dein hausgemachter Mozzarella ist am allerbesten, wenn er so frisch wie möglich gegessen wird – idealerweise am selben Tag. Sein Aroma und seine zarte Textur sind dann unübertroffen.

Wenn du ihn aufbewahren musst, lege ihn in einen luftdichten Behälter und fülle ihn mit etwas Salzlake (ein Teelöffel Salz auf 250ml Wasser) oder der eigenen Molke. So bleibt er saftig und trocknet nicht aus. Im Kühlschrank hält er sich auf diese Weise 2-3 Tage.

Du kannst ihn auch einfrieren, allerdings verändert sich dabei die Textur. Er wird nach dem Auftauen etwas bröckeliger und eignet sich dann weniger zum pur Essen, aber immer noch perfekt zum Überbacken auf einer Pizza oder in einem Auflauf wie diesem leckeren Hähnchen-Käse-Biskuit Auflauf.

Tipps und Ratschläge für den perfekten Käse

  • Milch ist König: Der Erfolg steht und fällt mit der Milch. „Frischmilch“ oder „pasteurisierte Milch“ ist okay. „H-Milch“ oder „ultra-pasteurisierte“ Milch wird nicht gerinnen. Sieh auf der Packung nach!
  • Geduld beim Bruch: Lass den Bruch nach dem Lab-Zusatz wirklich in Ruhe. Nicht rühren, nicht schütteln, nicht stören. Je fester der Bruch wird, desto einfacher ist die weitere Verarbeitung.
  • Nicht verzweifeln: Beim ersten Mal klappt vielleicht nicht alles perfekt. Das ist normal! Auch wenn der Käse nicht makellos wird – er schmeckt trotzdem fantastisch. Übung macht den Meister.
  • Salzlake nicht vergessen: Das kurze Bad in der Salzlake oder Eiswasser fixiert nicht nur die Form, sondern gibt dem Käse auch den letzten geschmacklichen Schliff.

Ideeen für die Präsentation

Ein selbstgemachter Mozzarella verdient eine besondere Präsentation!

  • Serviere ihn klassisch italienisch mit dicken Scheiben Tomate, frischem Basilikum, gutem Olivenöl, Salz und Pfeffer.
  • Zerpflücke ihn über einen warmen Nudelsalat oder eine hausgemachte Pizza.
  • Rolle kleine Mozzarella-Kugeln (Bocconcini) in gehackten Kräutern oder gerösteten Sesam.
  • Spieße ihn mit Cocktailtomaten und Basilikumblättern auf kleine Stäbchen für ein festliches Fingerfood.
  • Lege ihn würdevoll in der Mitte eines Antipasti-Tellers mit Oliven, Schinken und eingelegtem Gemüse.

Gesündere und kreative Variationen

Du kannst den Grundteig ganz einfach verändern. Hier sind sechs Ideen:

  1. Kräuter-Mozzarella: Knete fein gehackte frische Kräuter wie Basilikum, Petersilie oder Schnittlauch unter den heißen Käse, bevor du ihn formst.
  2. Geräucherter Mozzarella: Räuchere die fertigen Käsebällchen nach dem Abkühlen für etwa 2 Stunden im eigenen Kaltrauch-Gerät für ein intensives Aroma.
  3. Pikanter Peperoni-Mozzarella: Gib fein gehackte, milde Peperoni oder einen Teelöffel Chiliflocken zusammen mit dem Salz ins Knetgut.
  4. Zitronen-Pfeffer-Mozzarella: Ersetze einen Teil des Salzes durch fein geriebene Zitronenschale und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer.
  5. Knoblauch-Öl-Mozzarella: Lasse den Käse nicht in Salzwasser, sondern in einer Mischung aus gutem Olivenöl und einer zerdrückten Knoblauchzehe abkühlen. Er nimmt das Aroma wunderbar an.
  6. Fettarmer Versuch: Für eine etwas leichtere Version kannst du es mit teilentrahmter Milch probieren. Das Ergebnis ist weniger cremig, aber immer noch lecker und perfekt für eine ausgewogenere Mahlzeitenplanung.

Häufige Fehler und wie du sie vermeidest

Fehler 1: Die falsche Milch verwenden

Das ist der häufigste Stolperstein. Ultra-pasteurisierte Milch oder H-Milch wurde so stark erhitzt, dass die Proteine beschädigt sind. Sie können kein stabiles Gerinnsel mehr bilden. Der Bruch bleibt flüssig oder wird körnig. Lösung: Kaufe frische „pasteurisierte“ Vollmilch. Sieh auf dem Etikett nach! Oft steht „für die Käseherstellung geeignet“ dabei. Frischmilch vom Hof ist die beste Wahl.

Fehler 2: Zu hohe Temperaturen

Eile ist der Feind des Käses. Wird die Milch zu schnell zu heiß (über 40°C im ersten Schritt), kann das Lab nicht richtig arbeiten. Auch beim Erhitzen des Bruchs ist zu viel Hitze schlecht – der Käse wird dann hart und gummiartig, statt weich und dehnbar. Lösung: Immer geduldig bei mittlerer bis niedriger Hitze erwärmen und das Thermometer im Blick behalten. Langsam und stetig gewinnt das Rennen.

Fehler 3: Den Bruch zu früh oder zu grob schneiden

Wenn der Bruch nach dem Lab-Zusatz noch zu weich ist und du ihn schneidest, verlierst du viel von der wertvollen Käsemasse in der Molke. Sie wird dann zu trüb. Zu grobe Schnitte führen zu großen Käsekörnern, die später schlecht die Molke abgeben. Lösung: Warte, bis der Bruth wirklich fest ist (Fingertest!). Schneide dann mit einem langen Messer gleichmäßige, ca. 1-2 cm große Würfel.

Fehler 4: Den Käse nicht heiß genug zum Ziehen bringen

Wenn der Käse beim Kneten reißt, bröckelt oder sich nicht dehnen lässt, ist er zu kalt. Viele trauen sich nicht, ihn nochmal zu erhitzen. Das Ergebnis ist dann ein krümeliger Frischkäse anstatt eines glatten Mozzarellas. Lösung: Keine Scheu vor der Hitze! Einfach zurück in die Mikrowelle, bis die Masse wieder glatt und heiß ist. Gute Hitzehandschuhe helfen dabei.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich für hausgemachten Mozzarella auch H-Milch nehmen?

Nein, das wird leider nicht funktionieren. H-Milch wurde ultra-pasteurisiert. Dabei werden die Proteine in der Milch so stark verändert, dass sie das benötigte feste Gerinnsel (den Bruch) nicht mehr bilden können. Du brauchst frische, pasteurisierte Vollmilch. Achte im Supermarkt auf die Bezeichnung „pasteurisiert“ oder „Frischmilch“. Milch vom Bauernhof oder aus der Milchtankstelle ist ideal. Im Zweifel frag einfach an der Theke nach.

Wo bekomme ich Lab und Zitronensäure her?

Beides ist heute viel einfacher zu bekommen als früher. Lab-Tabletten oder flüssiges Lab (oft auch mikrobielielles, vegetarisches Lab) findest du in gut sortierten Bioläden, Reformhäusern oder online in speziellen Käseshops. Zitronensäure gibt es als Pulver in kleinen Tütchen in der Backabteilung jedes Supermarktes (oft bei Geliermitteln wie Agar-Agar) oder in der Apotheke. Für den ersten Versuch reicht eine kleine Packung völlig aus.

Was kann ich mit der übrig gebliebenen Molke machen?

Bitte schütte die Molke nicht weg! Sie ist voller Nährstoffe und vielseitig verwendbar. Du kannst sie als Flüssigkeit zum Backen von Brot, Brötchen oder Pfannkuchen nehmen – sie gibt eine schöne Bräune und einen leicht säuerlichen Geschmack. Sie eignet sich auch als Basis für Smoothies oder Suppen. Oder du trinkst sie einfach pur als gesundes Erfrischungsgetränk. Sie hält sich im Kühlschrank mehrere Tage.

Warum wird mein Käse gummiartig und nicht dehnbar?

Ein gummiartiger, fester Käse entsteht meist durch zu viel Hitze oder zu langes Erhitzen beim Schritt, in dem du den geschnittenen Bruch erwärmst. Die Proteine „verkochen“ und verlieren ihre Elastizität. Achte darauf, die Temperatur von 40°C nicht zu überschreiten und rühre behutsam. Außerdem kann zu langes oder zu energisches Kneten den Käse strapazieren. Er sollte sich warm und geschmeidig anfühlen, nicht hart.

Wie lange ist selbstgemachter Mozzarella haltbar?

Ohne Konservierungsstoffe ist dein hausgemachter Käse nicht so lange haltbar wie gekaufter. Im Kühlschrank, in einem Behälter mit Salzlake oder Molke bedeckt, hält er sich etwa 2 bis 3 Tage. Er schmeckt aber am allerbesten am selben Tag der Herstellung, wenn er maximal frisch und zart ist. Für längere Haltbarkeit kannst du ihn einfrieren, allerdings verändert sich die Textur dann.

Kann ich den Käse auch ohne Mikrowelle herstellen?

Ja, absolut! Die Mikrowelle ist nur ein praktischer Helfer, um den Käse schnell und gleichmäßig für das Ziehen zu erwärmen. Du kannst stattdessen auch einen Topf mit heißem, aber nicht kochendem Wasser verwenden. Gib die Käsekörner in einen hitzebeständigen Beutel oder eine Schüssel und tauche sie mehrmals in das heiße Wasser, bis sie die richtige Temperatur und Dehnbarkeit erreichen. Es dauert nur etwas länger.

Mein Bruch ist nach 10 Minuten immer noch flüssig. Was nun?

Das ist frustrierend, aber kein Weltuntergang. Meistens liegt es an der Milch (siehe Fehler 1) oder an zu alter/wirksamkeitsverlorener Lab-Tablette. Du kannst versuchen, nochmals 1-2 Tropfen Lab-Lösung vorsichtig unterzurühren und weitere 10 Minuten warten. Wenn es gar nicht klappt, kannst du die flüssige Masse trotzdem erhitzen und abtropfen lassen. Du erhältst dann eine Art körnigen Frischkäse (Ricotta-ähnlich), der auch sehr lecker ist!

Wie viel Käse erhalte ich aus 4 Litern Milch?

Aus 4 Litern (etwa 1 Gallone) Milch erhältst du je nach Fettgehalt etwa 400 bis 500 Gramm fertigen, frischen Mozzarella Käse. Dazu kommen etwa 3,5 Liter Molke. Es lohnt sich also! Der Ertrag ist perfekt für eine Pizza für die ganze Familie oder einen großen Salat für eine Party. Für den Anfang ist diese Menge ideal, um den Prozess zu üben.

Kann ich den Mozzarella auch in andere Formen bringen?

Natürlich! Die klassische Kugelform ist nur eine Möglichkeit. Wenn der Käse geschmeidig ist, kannst du ihn zu Zöpfen flechten, zu kleinen Perlen (Bocconcini) rollen oder zu einer dicken Scheibe (Mozzarella „in Treccia“) formen. Lass deiner Kreativität freien Lauf! Die Form beeinflusst nur die Optik, nicht den großartigen Geschmack deines hausgemachten Mozzarella Käses.

Schmeckt der selbstgemachte Mozzarella anders als gekaufter?

Ja, und zwar meistens viel besser! Gekaufter Mozzarella ist oft für lange Haltbarkeit gemacht und kann etwas wässrig oder fade schmecken. Dein eigener, hausgemachter Mozzarella Käse hat einen intensiveren, sahnigen Milchgeschmack und eine weichere, saftigere Textur. Du schmeckst die Frische und die Qualität der reinen Zutaten sofort heraus. Es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Wenn du nach diesem herzhaften Abenteuer Lust auf etwas Süßes bekommst, schau doch mal in unsere Kategorie für einfache Desserts. Dort findest du zum Beispiel ein Rezept für bezaubernde weiche Weihnachts-Pfefferminzbonbons, die sich auch ohne Weihnachten machen lassen.

Frische auf den Tisch gebracht

Also, traust du dich? Dieser hausgemachte Mozzarella Käse ist mehr als nur ein Rezept – er ist ein kleines Küchenabenteuer, das dich mit Stolz und einem unglaublich leckeren Ergebnis belohnt. Es ist die perfekte Aktivität für einen verregneten Samstag oder um Gäste zu beeindrucken. Denk daran, dass auch dein erster Versuch köstlich schmecken wird, selbst wenn die Form nicht perfekt ist. Die Kombination aus frischen Tomaten, Basilikum und deinem selbst gezogenen Mozzarella ist einfach unschlagbar. Und wer weiß? Vielleicht inspiriert dich dein Erfolg mit diesem Käse dazu, auch andere Gerichte wie eine saftige Putenbrust aus dem Slow Cooker für ein komplettes Menü auszuprobieren oder ein würziges Hauptgericht wie würziges Jalapeño-Hühnchen. Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Kneten, Ziehen und Genießen! Berichte mir doch in den Kommentaren, wie es bei dir geklappt hat.

Hausgemachter Mozzarella Käse

Hausgemachter Mozzarella Käse

Hausgemachter Mozzarella Käse in 30 Minuten selbst gemacht. Einfaches Rezept mit nur 4 Zutaten für cremig-frischen Käsegenuss zu Hause.
Vorbereitungszeit 15 Minuten
Zubereitungszeit 15 Minuten
Ruhezeit 10 Minuten
Gesamtzeit 40 Minuten
Portionen: 4 Personen
Calories: 300

Zutaten
  

  • 4 Liter Vollmilch nicht ultra-pasteurisiert
  • 1 TL Zitronensäure gelöst in 60 ml kaltem Wasser
  • 1 Tablette Lab oder ¼ TL flüssiges Lab, gelöst in 60 ml kaltem Wasser
  • 1 TL Salz feines Meersalz ist perfekt

Kochutensilien

  • Großer Topf
  • Küchenthermometer
  • Schaumlöffel oder Sieb
  • Mikrowellengeeignete Schüssel
  • Schüssel für Eiswasser

Method
 

  1. Gieße die ganze Milch in einen großen, schweren Topf und erhitze sie bei mittlerer Hitze bis 32°C.
  2. Nimm den Topf vom Herd und rühre die gelöste Zitronensäure in die warme Milch ein.
  3. Lasse die Mischung für genau eine Minute ungestört stehen.
  4. Füge die vorbereitete Lab-Lösung hinzu und rühre für etwa 30 Sekunden vorsichtig unter.
  5. Decke den Topf ab und lasse die Mischung für 5 bis 10 Minuten ruhen, bis ein fester Bruch entsteht.
  6. Schneide den Bruch vorsichtig in kleine Würfel und erhitze sie behutsam auf etwa 40°C, während du rührst.
  7. Gieße die Molke ab und sammele die festen Käsekörner in einer mikrowellengeeigneten Schüssel.
  8. Erwärme die Käsekörner in der Mikrowelle für 30 Sekunden und knete sie dann gut durch.
  9. Wiederhole den Erwärmungs- und Knetvorgang ein weiteres Mal, bis der Käse glatt und dehnbar ist.
  10. Streue das Salz über den Käse und knete es gut unter, forme dann zu Bällen.
  11. Tauchte die Käsebälle für 5 Minuten in Eiswasser, um den Garprozess zu stoppen.

Nährwerte

Calories: 300kcalCarbohydrates: 5gProtein: 20gFat: 22gSaturated Fat: 14gCholesterol: 65mgSodium: 200mgPotassium: 300mgSugar: 2gVitamin A: 10IUCalcium: 50mgIron: 1mg

Notizen

Achte insbesondere auf die Qualität der Milch; Rohmilch ist ideal, aber frische Vollmilch aus dem Supermarkt funktioniert ebenfalls gut.
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