Die beste Gemütlichkeit aus der Pfanne: Unsere Thunfisch-Tomaten-Tarte
Kennen Sie das? Es ist kurz vor dem Abendessen, der Magen knurrt und Sie wollen etwas Köstliches, aber bitte ohne stundenlanges Schneiden und Rühren. Meine Rettung in solchen Momenten? Diese wunderbare Thunfisch-Tomaten-Tarte! Sie ist mein Geheimrezept für alle Fälle: wenn Gäste spontan klingeln, wenn die Kinder quengelig sind oder ich einfach mal einen entspannten Kochabend möchte. Diese Tarte ist schneller fertig, als die Lieferdienste in der Stadt reagieren können, und ihr herzhafter Duft nach gebackenem Käse und Tomaten zaubert sofort ein Lächeln auf jedes Gesicht.
Von Frankreich in meine Küche: Die Geschichte der Tarte
Die klassische Tarte au Thon ist ein fester Bestandteil der französischen Küche, besonders in den Regionen, in denen fangfrischer Thunfisch auf den Tisch kommt. Ich habe sie vor Jahren auf einem kleinen Markt in der Bretagne kennengelernt – eine Bäckerin verkaufte sie noch warm in Stücken. Der Geschmack war so einprägsam: cremig, würzig und unglaublich befriedigend. Zu Hause habe ich das Rezept für meine Familie angepasst. Ein bisschen mehr Moutarde für die Würze, frische Tomaten für die Säfte und eine gute Prise Kräuter aus meinem Balkontopf. So ist aus dem französischen Klassiker mein allerliebstes Familienrezept geworden, das nun auch Ihre Küche erobern wird.
Darum werden Sie diese Thunfisch-Tomaten-Tarte lieben
Diese Tarte ist kein anspruchsvolles Kunstwerk, sondern ehrliches, leckeres Essen. Sie liefert alles, was man sich wünscht: Sie ist schnell zubereitet, mit Zutaten, die man meistens schon im Haus hat. Sie ist preiswert, denn eine Dose Thunfisch und etwas Gemüse sind eine günstige Grundlage. Und vor allem ist sie voller Geschmack! Die Moutarde bildet eine würzige Basis, der Thunfisch gibt Biss, die Tomaten werden süß und saftig im Ofen und die goldbraune Käsekruste ist einfach unwiderstehlich. Ein perfektes Rundumpaket für alle, die clever und lecker kochen wollen.
Perfekte Gelegenheiten für Ihre Tarte
Diese vielseitige Tarte passt zu fast jedem Anlass. Sie ist der Star beim gemütlichen Familienessen, begleitet von einem einfachen grünen Salat. Sie glänzt als mitnehmfreundliches Gericht für Picknicks oder das Büro, denn sie schmeckt kalt genauso gut. Und sie rettet Sie als unkomplizierte Vorspeise oder Hauptgang bei Gästen. Ich backe sie oft am Sonntag vor, und schon habe ich für die ersten stressigen Tage der Woche vorgesorgt – ein echter Alltagsheld!
Was Sie für Ihre Thunfisch-Tomaten-Tarte brauchen
Die Zutatenliste ist schön übersichtlich. Für etwa 6 Portionen benötigen Sie:
- 1 Rolle Blätterteig oder einen Mürbeteig (kühlschrankkalt)
- 2 bis 3 mittelgroße, feste Tomaten
- 1 Dose Thunfisch im eigenen Saft (200 g, abgetropft)
- 2 EL kräftige Dijon-Senf
- 2 Eier (Größe M)
- 200 ml Schlagsahne oder Crème fraîche
- 100 g geriebener Käse (z.B. Emmentaler, Gouda)
- Salz, frisch gemahlener Pfeffer
- 1 Prise getrocknete Kräuter der Provence oder Oregano
Kein Problem: Einfache Austauschmöglichkeiten
Haben Sie nicht alles da? Keine Sorge, die Tarte ist sehr flexibel!
- Kein Thunfisch? Verwenden Sie geräucherten Lachs, gekochtes Hähnchen oder gegrillte Gemüsestreifen wie Zucchini.
- Anderer Käse? Frischkäsewürfel, Ziegenkäse-Flöckchen oder Mozzarella-Kugeln sind toll.
- Vegane Version? Nehmen Sie Kichererbsen statt Thunfisch, pflanzliche Sahne und einen veganen Käse. Die Moutarde bleibt!
- Sahne alle? Saure Sahne oder griechischer Joghurt mit etwas Milch gehen auch.
So gelingt Ihre perfekte Tarte – Schritt für Schritt
Step 1: Die Grundlage vorbereiten
Heizen Sie Ihren Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vor (Umluft 160°C). Nehmen Sie jetzt den kalten Blätterteig aus dem Kühlschrank. Kalter Teig lässt sich besser verarbeiten und blättert später schön auf. Legen Sie den Teig in eine gefettete Tartform oder auf ein Backblech mit Backpapier. Drücken Sie ihn sanft in die Ränder. Jetzt kommt der Profi-Trick: Piksen Sie den Teigboden mehrmals mit einer Gabel ein. Das verhindert, dass er sich beim Backen unschön aufbläht und Luftblasen bildet. Eine schöne, gleichmäßige Basis ist die halbe Miete!
Step 2: Die würzige Senf-Schicht
Nehmen Sie den Dijon-Senf. Sein kräftiger, leicht scharfer Geschmack ist der geheime Geschmacksverstärker der Tarte! Verteilen Sie ihn dünn und gleichmäßig auf dem eingepiksten Teigboden. Lassen Sie dabei einen kleinen Rand frei. Der Senf backt später ein und verleiht der ganzen Tarte eine wunderbare Tiefe. Er bindet auch die Säfte von Tomaten und Thunfisch. Achten Sie darauf, dass keine dicken Klumpen bleiben, damit der Geschmack sich harmonisch verteilt.
Step 3: Thunfisch und Tomaten arrangieren
Öffnen Sie die Thunfischdose und lassen Sie den Saft gut abtropfen. Zerzupfen Sie den Thunfisch mit einer Gabel in mittelgroße Stücke und streuen Sie ihn locker über die Senfschicht. Nun zu den Tomaten: Waschen Sie sie und schneiden Sie sie in gleichmäßig dünne Scheiben, etwa 3-5 mm stark. Zu dicke Scheiben geben zu viel Flüssigkeit ab. Legen Sie die Tomatenscheiben schuppenartig und leicht überlappend auf den Thunfisch. Achten Sie auf eine schöne, ansprechende Optik – das Auge isst ja mit!
Step 4: Das cremige Guss-Gemisch anrühren
In einer großen Schüssel verquirlen Sie nun die Eier mit der Sahne. Verwenden Sie einen Schneebesen, damit alles schön schaumig und luftig wird. Würzen Sie diese Creme kräftig mit Salz, Pfeffer und den getrockneten Kräutern. Der Guss ist jetzt noch recht flüssig. Gießen Sie ihn vorsichtig und langsam in der Tarteform verteilt über Thunfisch und Tomaten. Der Guss wird alles miteinander verbinden und im Ofen zu einer wunderbar cremigen, festen Masse werden. Er ist das Bindeglied, das alle Aromen vereint.
Step 5: Der krönende Käse-Abschluss
Zum Schluss kommt die goldene Krone! Nehmen Sie den geriebenen Käse und streuen Sie ihn großzügig und gleichmäßig über die gesamte Tarte. Der Käse bildet beim Backen eine herrlich knusprige, duftende Kruste. Ein letzter kleiner Dreh aus der Pfeffermühle darüber – und ab in den Ofen! Stellen Sie die Form auf die mittlere Schiene. Nun braucht es nur noch Geduld, während sich der magische Duft in Ihrer Küche ausbreitet. Ein Profi-Tipp: Ein Backpapier oder eine Fettpfanne auf dem Rost darunter fängt eventuell überlaufendes Fett auf.
Chef’s Geheimtipp: Die Tomaten-Trocknung
Mein absoluter Geheimtipp für eine nicht-wässrige Tarte: Die Tomatenscheiben vor dem Belegen kurz auf einem Küchenpapier auslegen und leicht trocken tupfen. Noch besser ist es, sie etwa 10 Minuten vor dem Schneiden mit Salz zu bestreuen und dann den Saft abtropfen zu lassen. So bleibt die Tarte schön cremig und der Teigboden schön knusprig!
Zeitplan für Ihre Tarte
- Vorbereitungszeit: 15 Minuten
- Backzeit: 30-35 Minuten
- Ruhezeit (sehr wichtig!): 10 Minuten
- Gesamtzeit: ca. 55-60 Minuten
Ein besonderer Tipp zur Lagerung
Diese Tarte schmeckt auch am nächsten Tag noch fantastisch! Lassen Sie sie nach dem Backen vollständig abkühlen. Wickeln Sie sie dann gut in Frischhaltefolie ein oder bewahren Sie sie in einer verschließbaren Dose im Kühlschrank auf. So hält sie sich problemlos bis zu 3 Tage. Sie können sie auch portionsweise einfrieren. Zum Aufwärmen einfach die gefrorene Portion bei 160°C im Ofen auftauen und wieder knusprig backen. Perfekt für Meal-Prep!
Das brauchen Sie an Equipment
- Eine Tarteform (ca. 26 cm) oder ein Backblech
- Backpapier für weniger Schmutz
- Eine Schüssel und einen Schneebesen
- Ein scharfes Messer und ein Schneidebrett
- Eine Gabel zum Einpiksen
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Die abgekühlte Tarte bewahren Sie am besten im Kühlschrank auf. Legen Sie sie dafür in einen geschlossenen Behälter oder wickeln Sie sie fest in Frischhaltefolie ein. So trocknet sie nicht aus und behält ihr Aroma. Sie ist dann bis zu drei Tage lang genießbar.
Sie können die Tarte auch einfrieren, und zwar am besten portionsweise. Einmal vollständig ausgekühlt, wickeln Sie die Stücke gut in Gefrierfolie oder geben sie in Gefrierbeutel. So haben Sie immer eine leckere Mahlzeit auf Vorrat. Eingefroren hält sie sich etwa 2-3 Monate.
Zum Wiederaufwärmen tauen Sie die Tarte im Kühlschrank auf und bringen sie dann für etwa 10 Minuten bei 160°C im Ofen wieder auf Temperatur. So wird der Teig wieder schön knusprig. Sie können sie aber auch problemlos kalt genießen – ideal für unterwegs!
Meine besten Tipps & Tricks für Sie
- Lassen Sie die Tarte nach dem Backen mindestens 10 Minuten im Form ruhen. So setzt sie sich und lässt sich sauber schneiden.
- Für einen extra-knusprigen Boden können Sie den Teigblindbacken. Dazu den Teig 10 Minuten ohne Füllung vorbacken, bevor Sie die Zutaten draufgeben.
- Experimentieren Sie mit den Kräutern! Frischer Thymian oder Basilikum geben eine wunderbare Frische.
- Sie lieben es deftig? Geben Sie einige in Streifen geschnittene schwarze Oliven oder Kapern mit auf die Tarte.
So präsentieren Sie die Tarte wie ein Profi
- Schneiden Sie die Tarte in schöne Dreiecke und servieren Sie sie auf einem großen, bunten Teller.
- Garnieren Sie mit einem frischen Bund fein gehackter Petersilie oder Schnittlauchröllchen.
- Ein Klecks Joghurt-Kräuter-Dip oder eine einfache Aioli dazu passt perfekt.
- Dazu schmeckt ein knackiger Blattsalat mit einem leicht säuerlichen Dressing, zum Beispiel ein klassischer Grüner Salat.
6 kreative Varianten: So wird die Tarte nie langweilig!
Diese Tarte ist eine perfekte Basis für Ihre Kreativität. Hier sind sechs Ideen, die ich liebe:
- Mediterrane Gemüse-Variante: Ersetzen Sie den Thunfisch durch gegrillte Auberginen- und Zucchini-Würfel. Dazu passen getrocknete Tomaten und Feta-Käse. Ein Hauch Oregano rundet das Mittelmeer-Feeling ab.
- Frühlings-Spargel-Tarte: Im Frühling nehme ich weißen oder grünen Spargel, kurz blanchiert und in Stücke geschnitten. Dazu ein wenig Schinkenwürfel und frischer Kerbel – herrlich leicht und aromatisch.
- Pilz-Rahm-Variante: Für ein waldiges Aroma brate ich eine Mischung aus Champignons und Pfifferlingen an und verwende sie statt Thunfisch. Etwas Crème fraîche im Guss und Petersilie dazu – perfekt für Herbsttage.
- Schinken-Lauch-Klassiker: Schinkenwürfel und in feine Ringe geschnittener Lauch, der vorher in Butter glasig gedünstet wurde, sind eine unschlagbare Kombination. Etwas Muskat im Guss unterrühren.
- Fitness-Version mit Spinat: Ich mische jungem Blattspinat unter den Guss. Dazu Hähnchenbrustwürfel und etwas geriebener Mozzarella. So wird die Tarte besonders proteinreich und bleibt trotzdem saftig.
- Resteverwertung vom Vortag: Gebratenes Gemüse, Reste vom Grillfleisch oder übrig gebliebener Lachs – alles findet in dieser Tarte einen wunderbaren zweiten Auftritt. Einfach kleinschneiden und verwenden!
So zaubern Sie immer wieder ein neues Geschmackserlebnis. Ähnlich wie bei einem cremigen Kartoffelgratin, das sich auch toll mit verschiedenen Kräutern und Beilagen variieren lässt.
Die häufigsten Fehler und wie Sie sie vermeiden
Fehler 1: Eine wässrige Tarte
Das passiert, wenn die Tomaten zu viel Flüssigkeit in die Tarte abgeben. Die Folge: Ein matschiger, durchweichter Teigboden. Der Fehler liegt oft darin, die Tomatenscheiben zu dick zu schneiden oder sie vorher nicht zu säuern. So vermeiden Sie es: Schneiden Sie die Tomaten möglichst dünn. Bestreuen Sie die Scheiben nach dem Schneiden leicht mit Salz und legen Sie sie für 10 Minuten auf Küchenkrepp. Das Salz zieht überschüssiges Wasser heraus. Tupfen Sie sie vor dem Belegen einfach trocken.
Fehler 2: Ein schwammiger, nicht durchgegarter Boden
Nichts ist enttäuschender als eine goldene Oberfläche, aber ein glasiger, roher Teig darunter. Das liegt oft daran, dass die Ofentemperatur zu niedrig ist oder die Tarte zu früh aus der Form geschnitten wird. So vermeiden Sie es: Stellen Sie sicher, dass Ihr Ofen die richtige Temperatur hat (ein Ofenthermometer hilft!). Backen Sie die Tarte auf der unteren Schiene oder stellen Sie das Blech für die letzten 5 Minuten ganz nach unten. Und immer schön: vor dem Schneiden ruhen lassen!
Fehler 3: Zu viel oder zu wenig Füllung
Wenn der Guss überläuft, macht es Dreck im Ofen. Ist er zu sparsam, wirkt die Tarte trocken und mau. Beides ist einfach zu umgehen. So vermeiden Sie es: Lassen Sie beim Verteilen des Gusses einen kleinen Rand frei. Füllen Sie die Masse bis kurz unter den Rand der Tartform auf. Wenn Sie viel Gemüse verwenden (wie bei unserer Zucchini-Chips-Variante), sollten Sie vielleicht etwas weniger Guss nehmen, da das Gemüse selbst Saft abgibt.
Fehler 4: Der Käse verbrennt, bevor der Rest gar ist
Eine schwarze Käsekruste auf einer ansonsten hellen Tarte sieht nicht schön aus und schmeckt bitter. Das passiert bei zu hoher Oberhitze oder wenn die Tarte zu weit oben im Ofen steht. So vermeiden Sie es: Backen Sie die Tarte immer in der Ofenmitte. Wenn die Oberfläche zu schnell braun wird, legen Sie einfach ein Stück Alufolie locker über die Form. So wird die Tarte weiter durchgegart, ohne dass der Käse verbrennt. Ein simpler und effektiver Trick!
Die richtigen Zutaten machen den Unterschied
Frische, hochwertige Zutaten sind das A und O für ein gelungenes Gericht. Besonders bei Gemüse und proteinreichen Lebensmitteln wie Thunfisch lohnt es sich auf Qualität zu achten. Wer mehr darüber wissen möchte, wie man sich ausgewogen ernährt, findet hilfreiche Informationen in den offiziellen Ernährungsleitlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Dort gibt es viele praktische Tipps für den Alltag.
Solche einfachen, aber raffinierten Gerichte wie diese Thunfisch-Tomaten-Tarte zeigen, wie einfach gutes Essen sein kann. Wenn Sie auf der Suche nach weiteren preiswerten und unkomplizierten Ideen sind, schauen Sie doch mal in unserer Kategorie für günstige Rezepte vorbei. Dort finden Sie viele Inspirationen, die den Geldbeutel und den Gaumen schonen – wie zum Beispiel ein hausgemachter Erdbeersirup für erfrischende Getränke oder knusprige Zucchini-Chips aus dem Ofen als gesunden Snack.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Thunfisch-Tomaten-Tarte
Kann ich die Tarte auch mit frischem Thunfisch machen?
Absolut! Das schmeckt sogar fantastisch. Schneiden Sie dazu ein frisches Thunfischfilet in kleine Würfel. Braten Sie die Würfel kurz von allen Seiten scharf an, sodass sie außen eine Kruste bekommen, aber innen noch rosa sind. Lassen Sie den gebratenen Thunfisch etwas abkühlen, bevor Sie ihn auf dem Teigboden verteilen. So bleibt er saftig und zerfällt nicht zu sehr. Die Garzeit der Tarte bleibt gleich, da der Thunfisch durch das kurze Vorbraten schon „vorgegart“ ist.
Mein Teig wird beim Backen nicht knusprig, sondern bleibt weich. Woran liegt das?
Ein weicher Boden hat meist zwei Ursachen: Zu viel Feuchtigkeit oder eine zu niedrige Backtemperatur. Stellen Sie sicher, dass Ihre Tomaten gut abgetropft sind (siehe Tipp oben!). Verwenden Sie am besten Umluft oder stellen Sie die Tarte auf die unterste Schiene im Ofen, damit die Hitze von unten den Teig gut durchbackt. Ein Profi-Trick ist das „Blindbacken“: Den Teigboden für 10-12 Minuten ohne Belag vorbacken, dann auskühlen lassen, belegen und dann erst die restliche Zeit backen.
Ich habe keine Sahne da. Was kann ich stattdessen nehmen?
Kein Problem, es gibt gute Alternativen. Sie können saure Sahne, Crème fraîche oder griechischen Joghurt verwenden. Diese Varianten machen den Guss etwas säuerlicher und fester. Auch eine Mischung aus Milch und einem Schuss Öl oder geschmolzener Butter geht. Bei pflanzlicher Ernährung eignet sich ungesüßte Hafer- oder Sojasahne. Der Guss wird dann vielleicht nicht ganz so fest, schmeckt aber trotzdem sehr lecker. Probieren Sie es einfach aus!
Wie lange muss ich die Tarte auskühlen lassen, bevor ich sie schneide?
Das ist ein entscheidender Punkt! Lassen Sie die Tarte nach dem Backen mindestens 10 bis 15 Minuten in der Form auf einem Kuchengitter abkühlen. In dieser Zeit setzt sich der cremige Guss endgültig und wird fest. So zerfällt die Tarte nicht, wenn Sie sie anschneiden, und Sie bekommen schöne, saubere Tortenstücke. Wenn Sie sie warm essen möchten, ist diese Zeit ideal. Für den kalten Genuss können Sie sie auch komplett auskühlen lassen.
Kann ich die Tarte auch ganz ohne Ei zubereiten?
Ja, das ist möglich. Der Guss braucht dann einen anderen Binder. Sie können einen Esslöffel Speisestärke oder Mehl in der kalten Sahne auflösen, bevor Sie sie mit den anderen Zutaten vermischen. Eine andere Möglichkeit ist, etwas mehr geriebenen Käse zu verwenden, der beim Schmelzen bindet. Der Guss wird ohne Ei etwas weniger locker und „quiche-artig“, aber immer noch cremig und lecker. Für eine vegane Version kombinieren Sie pflanzliche Sahne mit Stärke.
Welcher Senf ist der beste für dieses Rezept?
Ich empfehle einen kräftigen, mittelscharfen Senf wie Dijon-Senf oder einen guten deutschen Mittelscharfen. Diese Sorten haben genug Würzkraft, um durch den Käse und die Sahne zu schmecken. Ein süßer oder sehr milder Senf verliert sich im Gesamtagroma. Ein grobkörniger Senf gibt interessante Pops von Geschmack. Probieren Sie ruhig verschiedene Sorten aus! Nur mit sehr scharfem Senf sollten Sie vorsichtig sein, damit die Tarte nicht zu feurig wird.
Kann ich das Rezept für eine Party vorbereiten?
Perfekt sogar! Sie können die Tarte problemlos am Tag vorher backen. Lassen Sie sie vollständig auskühlen, wickeln Sie sie gut ein und bewahren Sie sie im Kühlschrank auf. Kurz vor der Party können Sie sie bei 160°C für etwa 10-15 Minuten wieder aufwärmen, damit der Teig knusprig wird. Sie können sie auch in kleine Quadrate oder Rauten schneiden und als Fingerfood servieren. So ist sie ein echter Party-Hit und Sie haben am großen Tag weniger Stress.
Mein Käse wird nicht richtig goldbraun. Was kann ich tun?
Wenn der Käse nach der vorgesehenen Backzeit noch hell ist, hat der Ofen vielleicht nicht genug Oberhitze. Stellen Sie für die letzten 5-10 Minuten auf Ober-/Unterhitze um oder schalten Sie sogar nur die Oberhitze ein. Achten Sie darauf, dass die Tarte dann in der oberen Hälfte des Ofens steht. Sie können den Käse auch vor dem Backen mit ein paar Tropfen Öl beträufeln, das fördert die Bräunung. Aber Vorsicht: Nicht zu lange bräunen lassen, sonst wird der Rest der Füllung zu trocken.
Ist dieses Gericht auch für Kinder geeignet?
Sehr sogar! Viele Kinder mögen die milde Cremigkeit und den bekannten Geschmack von Tomate und Käse. Wenn Ihre Kinder es weniger würzig mögen, verwenden Sie nur einen halben Löffel Senf oder tauschen ihn gegen Tomatenmark aus. Den Thunfisch können Sie auch feiner zerzupfen. Sie können auch Gemüse unter den Guss mischen, das die Kinder vielleicht sonst nicht so gerne essen – klein geriebene Möhren oder Zucchini „verschwinden“ gut in der Crememaske.
Kann ich auch tiefgekühlten Blätterteig verwenden?
Ja, das ist oft sogar die praktikablere Wahl. Nehmen Sie den tiefgekühlten Teig rechtzeitig aus dem Gefrierfach und lassen Sie ihn gemäß Packungsanweisung auftauen – am besten im Kühlschrank. Verwenden Sie ihn auf keinen Fall steinhart, aber auch nicht zu weich und klebrig. Ein kühler, aber formbarer Teig ist ideal. Tiefkühl-Blätterteig blättert meist sehr schön auf und gibt eine tolle, luftige Basis für die saftige Füllung. Eine gute Wahl also!
Und? Haben Sie Lust bekommen, diese wunderbare Tarte gleich auszuprobieren? Ich hoffe, meine Tipps und Tricks helfen Ihnen dabei, dass sie beim ersten Versuch perfekt gelingt. Denken Sie daran: Kochen soll Freude machen und nicht stressen. Diese Thunfisch-Tomaten-Tarte ist dafür wie gemacht. Sie verzeiht kleine Fehler, ist unheimlich vielseitig und belohnt Sie mit einem herzhaften Geschmackserlebnis, das nach mehr verlangt. Ich wünsche Ihnen ganz viel Spaß beim Nachbacken und einen wunderbaren Genussmoment mit Ihrer Familie oder Gästen. Guten Appetit und bis zum nächsten Rezept!

Thunfisch-Tomaten-Tarte
Zutaten
Kochutensilien
Method
- Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen (Umluft 160°C).
- Blätterteig in eine gefettete Tartform oder auf ein Backblech mit Backpapier legen und sanft in die Ränder drücken; den Boden mehrfach mit einer Gabel einpiksen.
- Dijon-Senf dünn und gleichmäßig auf dem eingepiksten Teigboden verteilen, dabei einen kleinen Rand frei lassen.
- Thunfisch abtropfen lassen, in mittelgroße Stücke zerpflücken und locker über die Senfschicht streuen.
- Tomaten waschen, in gleichmäßig dünne Scheiben schneiden und schuppenartig über den Thunfisch legen.
- In einer großen Schüssel Eier mit Sahne verquirlen und mit Salz, Pfeffer und getrockneten Kräutern würzen.
- Die Sahne-Ei-Mischung vorsichtig gleichmäßig über das Gemüse gießen.
- Geriebenen Käse gleichmäßig über die gesamte Tarte streuen und im Ofen auf der mittleren Schiene backen.
- Tarte nach dem Backen mindestens 10 Minuten in der Form ruhen lassen, bevor sie serviert wird.