Schmorbraten mit Gemüse: Das ultimative Rezept für zartes Fleisch

Schmorbraten mit Gemüse

Es gibt Gerüche, die sofort ein Gefühl von Zuhause vermitteln. Bei mir ist es der Duft von langsam geschmortem Rindfleisch mit Gemüse, der sich durchs ganze Haus zieht. An einem kalten Sonntagnachmittag, wenn die Familie gespannt wartet, ist dieses Rezept mein absoluter Garant für strahlende Gesichter. Heute zeige ich dir, wie du dieses herzhafte Wunder – den perfekten Schmorbraten mit Gemüse – selbst zaubern kannst.

Ein Klassiker mit Geschichte: Unser Schmorbraten

Der Schmorbraten mit Gemüse hat eine lange Tradition in deutschen Haushalten. Früher wurde das zähere, aber geschmackvolle Stück Fleisch lange im Backofen gegart, bis es butterweich wurde. Das war kluge Hausmannskost – nahrhaft, preiswert und perfekt für große Runden. Ich erinnere mich noch an die Schmorbraten meiner Oma, die stundenlang im Ofen vor sich hin blubberte. Heute ist diese Art zu kochen wieder total modern, weil sie so unkompliziert und nachhaltig ist. Aus einem Stück Fleisch und einfachem Wurzelgemüse wird ein Festmahl.

Warum du diesen Schmorbraten lieben wirst

Dieses Rezept ist purer Kuschelkomfort auf einem Teller! Die Fleischfasern lösen sich fast von alleine auf, die Karotten schmecken nach konzentrierter Süße und die Kartoffeln saugen die kräftige Sauce auf. Das Beste daran: Einmal vorbereitet, macht der Ofen den größten Teil der Arbeit. Du hast Zeit für deine Gäste oder einfach für eine Tasse Tee auf dem Sofa. Es ist ein Gericht, das nach Liebe und Geduld schmeckt, auch wenn die Zubereitung kinderleicht ist.

Perfekte Gelegenheiten für deinen Ofen-Braten

Dieser Schmortopf ist mein Allround-Talent! Ich serviere ihn gern bei großen Familienfeiern, denn er ist vorbereitbar und kommt bei allen gut an. An einem verregneten Wochenende wärmt er Körper und Seele. Er ist auch mein Geheimtipp, wenn Freunde spontan zum Essen bleiben – mit den Grundzutaten im Haus kann nichts schiefgehen. Ein richtiger Schmorbraten bringt immer eine gemütliche, gesellige Stimmung mit sich.

Was brauchst du? Die Zutatenliste

  • 1,4 kg Rinderbraten (aus der Schulter oder Schale, gut durchwachsen)
  • 4 große Karotten
  • 4 mittelgroße Kartoffeln
  • 1 Zwiebel, gehackt
  • 3 Knoblauchzehen, in Scheiben geschnitten
  • 2 EL Olivenöl
  • 500 ml kräftige Rinderbrühe
  • 250 ml Rotwein (optional, aber lecker!)
  • 2 Lorbeerblätter
  • 4 Zweige frischer Thymian
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Kein Problem: Mögliche Ersatz-Zutaten

Die Küche ist kreativ! Wenn du keinen Rotwein verwenden möchtest, nimm einfach mehr Brühe oder einen Schuss Balsamico-Essig für die Säure. Statt Thymian geht auch Rosmarin wunderbar. Aus den Kartoffeln können Pastinaken oder Sellerie werden, und die Karotten vertragen sich gut mit Petersilienwurzeln. Wichtig ist nur ein gut durchwachsenes Fleischstück, denn das macht den Braten schön saftig.

So gelingt dein Schmorbraten mit Gemüse: Die Zubereitung

Schritt 1: Das Fleisch vorbereiten und anbraten

Nimm den Braten aus dem Kühlschrank und lasse ihn etwa 30 Minuten auf Raumtemperatur kommen. Das verhindert einen Temperaturschock in der Pfanne. Tupfe ihn dann trocken und reibe ihn großzügig mit Salz und Pfeffer ein. In einem großen Bräter erhitzt du das Olivenöl stark. Nun brätst du das Fleisch von allen Seiten kräftig an, bis es eine schöne braune Kruste hat. Diese Röstaromen sind der Geschmacksgeber für die ganze Sauce! Pro-Tipp: Drücke den Braten gut in die heiße Pfanne und warte, bis er sich leicht löst – dann ist die Seite fertig gebräunt.

Schritt 2: Das Gemüse anschwitzen

Nimm das Fleisch kurz aus dem Bräter. Gib die gehackte Zwiebel und die Knoblauchscheiben in das heiße Fett. Lass sie unter Rühren glasig und duftend werden. Das dauert nur ein paar Minuten. Schneide inzwischen die Karotten und geschälten Kartoffeln in große, mundgerechte Stücke. Sie sollten später nicht zerfallen. Gib das Gemüse zu den Zwiebeln in den Bräter und schwenke alles gut durch, damit es sich mit dem Bratensatz vermischt.

Schritt 3: Aufgießen und ab in den Ofen

Lege den angebratenen Braten wieder auf das Gemüse. Gieße nun den Rotwein (falls verwendet) und die Rinderbrühe an. Die Flüssigkeit sollte etwa bis zur Hälfte des Fleischstücks reichen. Gib die Lorbeerblätter und den Thymian dazu. Bringe alles einmal kurz zum Köcheln. Dann kommt der Deckel drauf und der Bräter wandert in den vorgeheizten Ofen bei 160°C Umluft (180°C Ober-/Unterhitze). Jetzt beginnt die magische Zeit des Schmorens.

Schritt 4: Die Geduld-Probe – Schmoren lassen

Jetzt heißt es warten. Der Braten braucht nun etwa 2,5 bis 3 Stunden im Ofen. Schau etwa alle Stunde mal liebevoll nach ihm. Sollte die Flüssigkeit zu sehr reduziert sein, gieße einfach etwas heißes Wasser oder Brühe nach. Der Duft in deiner Küche wird immer intensiver und verheißungsvoller. Das Fleisch ist fertig, wenn es sich mit einer Gabel ganz leicht einstechen und fast zerziehen lässt.

Schritt 5: Die Sauce verfeinern

Nimm den Bräter vorsichtig aus dem Ofen. Hole den Braten und das Gemüse heraus und decke sie mit Alufolie warm zu. Jetzt kommt der letzte Schliff für die Sauce: Sieh sie durch ein Sieb in einen Topf und lass sie etwas einköcheln. Wenn du eine sämigere Sauce magst, vermische einen Teelöffel Mehl mit kalter Flüssigkeit und rühre es unter. Abschmecken nicht vergessen! Chef-Tipp: Ein Löffel kalte Butter, unter die heiße Sauce gerührt, macht sie wunderbar glänzend und rund.

Schritt 6: Anrichten und genießen

Schneide den Braten gegen die Faserrichtung in dicke Scheiben. So bleibt er schön saftig und zart. Verteile die weichen Gemüsestücke auf warmen Tellern oder einer großen Platte, lege die Fleischscheiben darüber und übergieße alles mit der köstlichen, dunklen Sauce. Fertig ist dein Meisterwerk!

Zeitplan für deinen perfekten Braten

Vorbereitungszeit: 20 Minuten
Kochzeit im Ofen: 2,5 bis 3 Stunden
Ruhezeit fürs Fleisch: 15 Minuten
Gesamtzeit: Etwa 3,5 Stunden
Die lange Garzeit ist dein Freund – sie macht das Fleisch erst unwiderstehlich zart.

Der Chef-Geheimtipp: Die Kruste macht’s

Mein absolutes Geheimnis für den ultimativen Geschmack: Ich bestreiche den Braten in der letzten halben Stunde ohne Deckel mit einem Mix aus Senf und Honig. Das gibt eine fantastische, klebrig-würzige Kruste und vertieft die Röstaromen nochmal enorm. Probier es aus!

Wusstest du schon? Ein Stück Fleisch mit Charakter

Gerade die etwas zäheren, aber aromatischen Teile vom Rind wie Schulter oder Schale eignen sich perfekt zum Schmoren. Die lange, feuchte Hitze verwandelt das kräftige Bindegewebe in Gelatine – das ist der natürliche Geschmacksverstärker und gibt der Sauce ihre wunderbare Konsistenz. Ein Hoch auf die „ungeliebten“ Stücke!

Das brauchst du in deiner Küche

  • Einen großen, ofenfesten Bräter oder Schmortopf mit Deckel
  • Ein scharfes Kochmesser
  • Ein Schneidebrett
  • Ein Sieb für die Sauce
  • Küchengarn zum Fixieren (falls nötig)

So bewahrst du die Reste auf

Der Schmorbraten schmeckt oft am nächsten Tag sogar noch besser, weil die Aromen sich perfekt vermischt haben. Lass die Reste vollständig abkühlen und bewahre Fleisch, Gemüse und Sauce zusammen in einem geschlossenen Behälter im Kühlschrank auf. So bleibt er bis zu drei Tage lang frisch.

Du kannst das Gericht auch sehr gut einfrieren. Friere portionsweise ein, am besten in flachen Behältern oder Gefrierbeuteln. So taut es schneller wieder auf und du kannst es als schnelles Mittagessen genießen. Eingefroren hält es sich problemlos bis zu drei Monaten.

Zum Aufwärmen empfehle ich, alles langsam in einem Topf bei mittlerer Hitze zu erwärmen. Füge bei Bedarf ein paar Spritzer Wasser oder Brühe hinzu, damit es nicht ansetzt. Vermeide die Mikrowelle, da sie das Fleisch oft gummiartig machen kann.

Meine besten Tipps für dich

  • Fleischauswahl: Ein gut durchwachsenes Stück ist das A und O. Es bleibt saftiger und wird zarter als ein mageres Filet.
  • Ruh dich aus! Die Ruhezeit nach dem Garen ist kein optionaler Luxus. Sie lässt die Säfte im Fleisch verteilen, sodass es beim Anschneiden nicht austrocknet.
  • Gemüsegröße: Schneide das Gemüse nicht zu klein, sonst zerfällt es zu Mus in der langen Garzeit.
  • Ofentür geschlossen: Widerstehe der Versuchung, alle fünf Minuten nachzusehen! Jedes Öffnen lässt Hitze entweichen und verlängert die Garzeit.

Schön angerichtet: Tipps für die Präsentation

  • Serviere den Braten auf einer großen, vorgewärmten Platte oder in der Gusseisenpfanne direkt auf dem Tisch – das sieht rustikal und einladend aus.
  • Streue frisch gehackte Petersilie oder fein geschnittene Frühlingszwiebeln über das Gericht. Das gibt einen frischen Farbtupfer.
  • Kleine Schälchen mit Meerrettich-Sahne oder Senf dazu sind eine tolle Ergänzung.
  • Dazu passen frisches, knuspriges Bauernbrot oder einfache Salzkartoffeln, um die letzte Sauce aufzutunken.

Lust auf Abwechslung? Gesundere Varianten

Dieses Grundrezept ist wunderbar wandelbar! Hier sind ein paar Ideen für eine leichtere oder abgewandelte Version deines Schmorbratens:

  1. Mit mehr Gemüse: Füge im letzten Drittel der Garzeit noch etwas Brokkoli, Zucchini oder Paprika hinzu. So bleibt es bissfest und nährstoffreich.
  2. Ohne Alkohol: Lass den Rotwein einfach weg und verwende nur Brühe. Ein Spritzer Zitronensaft oder Apfelessig gibt die nötige Säure.
  3. Mediterran: Würze mit Rosmarin und Oregano und gib zum Schluss ein paar gehackte Oliven und getrocknete Tomaten in die Sauce.
  4. Asiatisch inspiriert: Ersetze einen Teil der Brühe durch Sojasauce und einen Spritzer Reisessig, und gib etwas Sternanis und Ingwer hinzu.
  5. Paleo/Variant: Lasse die Kartoffeln weg und ersetze sie durch mehr Karotten, Pastinaken oder Kürbis.
  6. Im Slow Cooker: Das ist die ultimative „Set & Forget“-Methode. Brate nur kurz an, gib alles in den Schongarer und lass ihn 8 Stunden auf Niedrig vor sich hin arbeiten.

Wenn dir dieses einfache One-Pot-Rezept gefällt, findest du auf unserer Seite noch viele weitere, genauso unkomplizierte One-Pot-Rezepte, die das Leben leichter machen.

Außerdem passt ein würziger Indisches Rindfleisch Vindaloo perfekt, wenn du mal mehr Schwung in der Küche brauchst. Oder wie wär’s mit einem leichten Meeresgericht wie diesem gegrillten Tintenfisch? Für Fischfans ist auch unser herzhafter mediterraner Fischeintopf eine absolute Empfehlung.

Typische Fehler und wie du sie vermeidest

Fehler 1: Das Fleisch wird nicht richtig angebraten

Viele haben es eilig und legen das kalte Fleisch zu früh in die Pfanne. Die Folge: Es kocht statt zu braten und entwickelt keine schöne Kruste. Diese Röstaromen sind aber die Grundlage für den ganzen Geschmack! So geht’s richtig: Nimm das Fleisch rechtzeitig aus dem Kühlschrank. Tupfe es gut trocken und brate es portionsweise in richtig heißem Fett scharf an, bis jede Seite dunkelbraun ist.

Fehler 2: Zu wenig Flüssigkeit und zu hohe Temperatur

Schmoren ist nicht Braten! Wer den Braten bei zu hoher Hitze und mit zu wenig Flüssigkeit garen lässt, riskiert trockenes, zähes Fleisch. Das Prinzip ist „feuchte Hitze über lange Zeit“. So geht’s richtig: Die Flüssigkeit sollte etwa bis zur Hälfte des Fleischstücks reichen. Die Ofentemperatur liegt ideal zwischen 150°C und 160°C Umluft. Niedrig und langsam ist hier die Devise.

Fehler 3: Das Fleisch sofort anschneiden

Die Versuchung ist groß, aber wenn du den heißen Braten sofort anschneidest, läuft der ganze Saft auf das Schneidebrett. Das Fleisch wird trocken. So geht’s richtig: Nimm den Braten aus dem Ofen, wickle ihn locker in Alufolie ein und lass ihn mindestens 15 Minuten ruhen. In dieser Zeit verteilt sich der Saft gleichmäßig im Fleisch zurück.

Fehler 4: Das falsche Fleischstück wählen

Ein Filet oder ein Rinderlende eignet sich überhaupt nicht zum Schmoren. Diese mageren Teile werden dabei nur trocken und geschmacklos. So geht’s richtig: Wähle immer ein Stück mit viel Bindegewebe und Fettanteil, also „Marmorierung“. Schulter, Schale oder auch Wade sind perfekt. Das Bindegewebe zersetzt sich beim langsamen Garen zu Gelatine und macht das Fleisch zart und die Sauce sämig.

Fehler 5: Die Sauce nicht abschmecken und binden

Nach stundenlangem Schmoren einfach Sauce über das Fleisch gießen? Das verschenkt Potenzial! Oft ist die Sauce zu dünn oder zu fad. So geht’s richtig: Passiere die Sauce durch ein Sieb, um Kräuter und Gemüsestückchen zu entfernen. Lass sie dann nochmal einköcheln, bis sie die gewünschte Konsistenz hat. Abschmecken mit Salz, Pfeffer und vielleicht einem Löffel Rotwein-Essig oder kalter Butter ist der letzte, entscheidende Schritt für ein perfektes Ergebnis.

Übrigens, regelmäßiges gemeinsames Kochen und Essen mit der Familie fördert ein gesundes Essverhalten im Alltag, wie Experten betonen. Solche Gerichte wie unser Schmorbraten sind dafür ideal.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Schmorbraten

Kann ich den Schmorbraten auch am Vortag zubereiten?

Absolut! Das ist sogar ein großartiger Tipp. Schmore den Braten wie beschrieben, lass ihn dann komplett abkühlen und stell ihn über Nacht in den Kühlschrank. Am nächsten Tag entfernst du das fest gewordene Fett von der Oberfläche der Sauce. Dann erwärmst du alles sanft im Ofen oder auf dem Herd. Der Geschmack ist am nächsten Tag oft noch intensiver und vollmundiger, weil sich die Aromen besser verbinden konnten. Das ist perfekt für stressfreie Feiern!

Was kann ich tun, wenn meine Sauce zu dünn ist?

Keine Sorge, das ist schnell behoben. Nimm einfach einen Esslöffel Mehl oder Stärke und vermische ihn mit der gleichen Menge kalter Flüssigkeit (Wasser oder Brühe) zu einem glatten Brei. Rühre diesen „Ansatz“ unter Rühren in die kochende Sauce ein. Lasse sie dann kurz aufkochen, schon wird sie sämig. Alternativ kannst du die Sauce auch einfach ohne Deckel weiter einkochen lassen, bis sie dick genug ist. Eine dritte, tolle Methode ist das Unterrühren von kalter Butter am Ende.

Welches Fleisch ist das beste für einen Schmorbraten?

Die besten Stücke kommen von den „arbeitenden“ Teilen des Tieres, also wo viel Bindegewebe ist. Dazu zählen die Rinderschulter (auch „Schaufel“ genannt), die Rinderschale oder die Wade. Sie sind oft preiswerter als Filet, entwickeln aber durch die lange Garzeit einen unübertrefflichen Geschmack und werden butterzart. Achte beim Kauf auf eine schöne Marmorierung – das kleine weiße Fett im Fleisch. Es schmilzt beim Garen und macht das Ergebnis saftig.

Kann ich das Rezept auch ohne Alkohol zubereiten?

Ja, natürlich! Ersetze den Rotwein einfach durch die gleiche Menge an Rinderbrühe. Um der Sauce eine interessante, fruchtige Tiefe zu geben, kannst du zusätzlich einen kräftigen Schuss guten Balsamico-Essig oder einen Spritzer Apfelsaft dazugeben. Auch ein Löffel Tomatenmark, mit angeschwitzt, gibt eine schöne Säure und Farbe. Das Ergebnis ist ebenso lecker und familienfreundlich.

Warum wird mein Fleisch trotz langer Garzeit nicht weich?

Das hat meist zwei Gründe. Entweder war die Temperatur zu hoch, dann „kocht“ das Fleisch nur und wird hart. Oder es wurde zu früh gesalzen und das Salz hat das Fleisch vor der Garzeit ausgetrocknet. Achte darauf, bei niedriger Hitze (max. 160°C Umluft) zu schmoren und das Fleisch erst kurz vor dem Anbraten großzügig zu salzen. Manchmal braucht ein besonders großes oder zähes Stück auch einfach eine halbe Stunde länger. Geduld ist der Schlüssel.

Kann ich auch anderes Gemüse verwenden?

Auf jeden Fall! Das Schöne an diesem Gericht ist seine Anpassungsfähigkeit. Klassische Wurzelgemüse wie Pastinaken, Sellerie oder Steckrüben sind fantastisch. Aber auch Pilze, die du erst in der letzten Stunde zufügst, oder ganze Schalotten sind eine tolle Bereicherung. Weiche Gemüse wie Zucchini oder Paprika solltest du wirklich erst ganz zum Schluss dazugeben, damit sie nicht zerfallen.

Was mache ich, wenn ich keinen ofenfesten Bräter habe?

Du kannst auch eine feste Gusseisenpfanne mit Deckel oder einen hohen Suppentopf aus Edelstahl verwenden. Wichtig ist, dass der Deckel gut schließt, damit nicht zu viel Flüssigkeit verdampft. Wenn der Topf nicht ofenfest ist, kannst du den Inhalt nach dem Anbraten einfach in eine tiefe Auflaufform umfüllen, mit Flüssigkeit aufgießen und mit Alufolie fest abdecken. Dann ab in den Ofen!

Wie lange ist ein Schmorbraten haltbar?

Im Kühlschrank, gut abgedeckt, hält sich der fertige Braten mit Gemüse und Sauce problemlos 3 bis 4 Tage. Er kann auch hervorragend eingefroren werden. Fülle ihn portionsweise in Gefrierdosen oder -beutel. So ist er bis zu 3 Monate haltbar. Tau ihn am besten langsam im Kühlschrank auf und erwärme ihn schonend in einem Topf auf dem Herd.

Passen Nudeln oder Klöße als Beilage?

Ja, beides ist wunderbar! Die intensive Sauce schmeckt fantastisch zu Bandnudeln oder Spätzle, die sie perfekt aufsaugen. Auch klassische Kartoffelklöße oder Semmelknödel sind eine traumhafte Beilage. Sie machen das Gericht noch sättigender und sind besonders bei großen Familienessen beliebt. Ich persönlich liebe es, ein Stück gutes Bauernbrot zum Dippen dabei zu haben.

Mein Braten ist innen noch rosa, soll ich ihn länger garen?

Bei einem Schmorbraten geht es nicht um den Gargrad „medium“ oder „well done“ wie beim Steak. Ziel ist es, dass das Bindegewebe komplett zerfällt und das Fleisch sich faserig zerziehen lässt. Wenn es innen noch leicht rosa, aber schon sehr weich ist, ist das völlig in Ordnung und geschmacklich oft sogar sehr lecker. Es sollte sich aber auf jeden Fall leicht mit einer Gabel eindrücken lassen. Wenn es noch zäh ist, einfach noch eine halbe Stunde dranhängen.

Und damit wünsche ich dir ganz viel Spaß und Erfolg beim Nachkochen! Dieser Schmorbraten ist wirklich ein unkompliziertes Soulfood, das garantiert glücklich macht. Vergiss nicht: Die wichtigste Zutat ist immer eine gute Portion Entspannung und Vorfreude. Guten Appetit und lass es dir schmecken!

Schmorbraten mit Gemüse

Schmorbraten mit Gemüse

Perfekter Schmorbraten mit Gemüse: Einfaches Rezept für zartes Rindfleisch und aromatische Sauce. Ideal für Familienessen und gemütliche Sonntage.
Vorbereitungszeit 20 Minuten
Zubereitungszeit 3 Stunden
Ruhezeit 15 Minuten
Gesamtzeit 3 Stunden 35 Minuten
Portionen: 6 Personen
Calories: 480

Zutaten
  

  • 1,4 kg Rinderbraten (aus der Schulter oder Schale, gut durchwachsen)
  • 4 große Karotten
  • 4 mittelgroße Kartoffeln
  • 1 Zwiebel, gehackt
  • 3 Knoblauchzehen in Scheiben geschnitten
  • 2 EL Olivenöl
  • 500 ml kräftige Rinderbrühe
  • 250 ml Rotwein (optional)
  • 4 Zweige frischer Thymian
  • q.s. Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer nach Geschmack

Kochutensilien

  • Großer, ofenfester Bräter oder Schmortopf mit Deckel
  • Scharfes Kochmesser
  • Schneidebrett
  • Sieb für die Sauce
  • Küchengarn (falls nötig)

Method
 

  1. Braten aus dem Kühlschrank nehmen und 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen, dann salzen und pfeffern.
  2. In einem großen Bräter Olivenöl stark erhitzen und das Fleisch von allen Seiten anbraten, bis eine braune Kruste entsteht.
  3. Zwiebel und Knoblauch im Bratensatz glasig dünsten, dann Karotten und Kartoffeln in große Stücke schneiden und dazugeben.
  4. Das angebratene Fleisch wieder auf das Gemüse legen, Rotwein und Rinderbrühe angießen, Lorbeerblätter und Thymian hinzufügen und zum Köcheln bringen.
  5. Den Bräter mit Deckel in den vorgeheizten Ofen bei 160°C Umluft (180°C Ober-/Unterhitze) stellen und 2,5 bis 3 Stunden schmoren lassen.
  6. Nach dem Schmoren das Fleisch und Gemüse entnehmen, die Sauce durch ein Sieb in einen Topf gießen und einköcheln lassen, nach Geschmack weiter verfeinern.
  7. Den Braten gegen die Faserrichtung in dicke Scheiben schneiden, anrichten und mit Sauce servieren.

Nährwerte

Calories: 480kcalCarbohydrates: 45gProtein: 35gFat: 20gSaturated Fat: 7gCholesterol: 110mgSodium: 800mgPotassium: 900mgFiber: 5gSugar: 4gVitamin A: 1800IUVitamin C: 10mgCalcium: 50mgIron: 3mg

Notizen

Der Schmorbraten schmeckt am nächsten Tag oft noch besser, da sich die Aromen perfekt vermischen. Reste können gekühlt bis zu 3 Tage gelagert werden.
Zum Aufwärmen die Reste sanft in einem Topf bei mittlerer Hitze aufwärmen und bei Bedarf etwas Brühe oder Wasser hinzufügen.
Für eine kreative Variante kann anstelle des Rotweins auch mehr Brühe oder ein Spritzer Balsamico-Essig verwendet werden.
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