Cajun Garnelen Étouffée: Cremige Geschmacksexplosion

Cajun Garnelen Étouffée

Cajun Garnelen Étouffée: Südstaaten-Flair aus einer Pfanne

Weißt du noch, wie sich Geschmack anfühlt? Ich meine richtig: Dieser Moment, wenn der Duft aus der Küche nicht nur in der Nase, sondern direkt im Herzen ankommt. Genau das passiert, wenn mein Topf Cajun Garnelen Étouffée auf dem Herd vor sich hin blubbert. Es ist die pure Umarmung aus der Pfanne – würzig, herzhaft und unverschämt lecker. Dieses Gericht war meine Rettung, als ich meiner Familie mal wieder etwas Besonderes auftischen wollte, ohne stundenlang in der Küche zu stehen. Und glaub mir, es wird auch deine neue Lieblingswaffe für jeden Anlass!

Die Geschichte hinter dem Étouffée: Von Louisiana auf deinen Teller

Das Wort „Étouffée“ kommt aus dem Cajun-Französischen und bedeutet so viel wie „erstickt“ oder „gedämpft“. Klingt nicht gerade appetitlich, oder? Aber es beschreibt perfekt die Kochmethode: Die Garnelen werden im eigenen Saft und einer dicken, aromatischen Sauce sanft gegart. Dieses Gericht stammt aus dem tiefen Süden der USA, genauer aus Louisiana, wo französische, spanische und afrikanische Einflüsse aufeinandertreffen und etwas völlig Magisches erschaffen. Traditionell wird es nur mit einer Mehl-Butter-Schwitze und viel „Holy Trinity“ – also Zwiebeln, Paprika und Sellerie – zubereitet. Die Creole-Variante, oft aus New Orleans, nimmt gern noch Tomatensoße hinzu. Mein Rezept ist eine Mischung aus beidem, für maximale Tiefe im Geschmack. Es ist ein Stück kulinarische Reisegeschichte in deiner eigenen Küche.

Warum du dieses Cajun Garnelen Étouffée lieben wirst

Es gibt so viele Gründe! Erstens: Der Geschmack ist einfach unwiderstehlich. Die rauchige Würze, der Umami-Kick der Brühe und die süßlichen Garnelen – ein perfektes Team. Zweitens: Es sieht spektakulär aus, ist aber erstaunlich einfach. Der Trick liegt im Roux, der Mehl-Butter-Mischung. Die ist das Herzstück und gar nicht schwierig. Drittens: Es ist so vielseitig. Du kannst es schärfer oder milder machen, mit oder ohne Tomate, und sogar die Proteine tauschen. Und viertens: Es ist das ultimative Comfort Food. Ein Teller davon, neben einem Berg dampfendem Reis, macht jeden Tag besser.

Perfekte Gelegenheiten für dein Étouffée

Dieses Gericht ist dein neuer Allrounder! Es ist perfekt für:

  • Gemütliche Abende zu zweit: Mit Kerzenlicht und einem Glas Weißwein wird es zum Restaurant-Erlebnis daheim.
  • Ein besonderes Familienessen am Sonntag, das alle begeistert, vom Opa bis zum Teenager.
  • Ein unkompliziertes Dinner mit Freunden: Du kannst große Mengen vorbereiten und alles in einer Pfanne machen. Weniger Abwasch, mehr Spaß!
  • Ein köstliches Highlight bei Potlucks – es ist immer etwas Besonderes und transportiert sich gut.

Zutaten für dein Cajun Garnelen Étouffée

Hier ist deine Einkaufsliste für 4 Portionen:

  • 1 Pfund (ca. 450g) Garnelen, geschält und entdarmt
  • 1/2 Tasse (115g) Butter
  • 1/2 Tasse (65g) Weizenmehl (Type 405)
  • 1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt
  • 1 Paprika (beliebige Farbe), gewürfelt
  • 2 Stangen Staudensellerie, gewürfelt
  • 3 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 2 Tassen (480ml) Fisch- oder Hühnerbrühe
  • 1 Dose (230g) Tomatensoße (optional für die Creole-Variante)
  • 1 TL Cajun-Gewürzmischung
  • 1/2 TL Thymian, getrocknet
  • 1/2 TL Räucherpaprika
  • 2 Lorbeerblätter
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer nach Geschmack
  • 2 EL gehackte frische Petersilie
  • Gekochter weißer Reis zum Servieren
  • Optional: Scharfe Soße und Zitronenspalten zum Garnieren

Kluge Alternativen: So kannst du variieren

Kein Problem, wenn du etwas nicht da hast oder austauschen möchtest:

  • Garnelen: Verwende stattdessen gewürfelte Hähnchenbrust oder gewürfelten Andouille- oder Chorizo-Wurst für eine andere, herzhafte Note.
  • Butter: Bei Bedarf geht auch Pflanzenöl für das Roux, aber Butter gibt viel mehr Geschmack.
  • Mehl: Für eine glutenfreie Version nimm eine glutenfreie Mehlmischung 1:1.
  • Paprika: Keine Paprika da? Nimm einfach mehr Sellerie oder eine Karotte für die „Holy Trinity“.
  • Cajun-Gewürz: Mische dir selbst eines aus je 1/2 TL Paprikapulver (edelsüß), Knoblauchpulver, Zwiebelpulver, Oregano, Thymian und einer Prise Cayennepfeffer.

Cajun Garnelen Étouffée Schritt für Schritt

Folge einfach diesen Schritten für ein perfektes Ergebnis:

Schritt 1: Das goldene Roux zubereiten

In einem großen Schmortopf oder einer hohen Pfanne schmilzt du die Butter bei mittlerer Hitze. Sobald sie geschmolzen ist, rührst du das Mehl ein. Jetzt heißt es: Ruhe bewahren und ständig rühren. Die Mischung wird langsam dunkler, von hellem Blond über die Farbe von Erdnussbutter bis hin zu einem schönen Mittelbraun. Das dauert etwa 6 bis 8 Minuten. Dieser Roux ist deine Geschmacksgrundlage – je dunkler, desto nussiger und intensiver. Pro-Tipp: Verwende einen Kochlöffel aus Holz oder Silikon und rühre in Achten, damit nichts anbrennt. Geduld lohnt sich hier!

Schritt 2: Das Gemüse-Trio anschwitzen

Jetzt kommt die „Holy Trinity“ ins Spiel: Gib die gewürfelte Zwiebel, Paprika und Sellerie in den Topf zum warmen Roux. Rühre alles gut durch, bis das Gemüse gleichmäßig mit der Mehl-Butter-Mischung überzogen ist. Lasse es für etwa 5 Minuten bei mittlerer Hitze weich werden. Du wirst sehen, wie die Zwiebel durchsichtig wird und der Sellerie seine knackige Frische verliert. Der Duft wird schon jetzt himmlisch – süßlich und erdig zugleich.

Schritt 3: Mit Gewürzen und Brühe ablöschen

Gib den gehackten Knoblauch, die Cajun-Gewürzmischung, den Thymian, die Räucherpaprika und die Lorbeerblätter hinzu. Falls du die creolische Variante mit Tomate magst, kommt jetzt die Tomatensoße dazu. Rühre alles für 2-3 Minuten gut um, bis der Knoblauch duftet. Dann kommt der spannende Teil: Gieße langsam die Brühe hinzu, während du ständig rührst. Die Sauce wird sofort anfangen, sich zu binden und zu verdicken. Lass sie dann für 10-15 Minuten sanft köcheln, bis sie cremig und wirklich geschmacksintensiv ist.

Schritt 4: Die Garnelen perfekt garen

Nun sind unsere Stars an der Reihe: Die Garnelen. Lege sie vorsichtig in die heiße Sauce. Sie müssen nur 3 bis 4 Minuten darin garen. Sobald sie sich von grau zu einem schönen Rosa gekringelt haben, sind sie perfekt. Warte nicht zu lange! Übergar sind sie gummiartig. Nimm sofort den Topf vom Herd und ziehe die Lorbeerblätter heraus. Chef’s Tip: Wenn du tiefgekühlte Garnelen verwendest, tauche sie vorher ab und trockne sie gut ab. Zu viel Wasser verdünnt die wundervolle Sauce.

Schritt 5: Finale Akzente und servieren

Zum Schluss rührst du die gehackte Petersilie unter. Das gibt eine frische, grüne Note. Schmecke die Sauce jetzt noch einmal mit Salz und Pfeffer ab. Vielleicht braucht es noch einen Klecks heiße Soße? Jetzt ist der Moment. Serviere dein köstliches Cajun Garnelen Étouffée sofort über einer großen Portion dampfendem, weißem Reis. Ein paar Zitronenspalten daneben laden zum Verfeinern ein. Southern Comfort Food vom Feinsten!

Zeitplan: Vom Schneiden bis zum Genießen

Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Kochzeit: 30 Minuten
Gesamtzeit: 45 Minuten
Portionen: 4
Kalorien pro Portion: Ca. 400 kcal

Mein Chef-Geheimnis für das beste Étouffée

Mein absoluter Geheimtipp ist Geduld beim Roux. Viele haben Angst davor und hetzen ihn. Aber ein schön brauner Roux ist kein Fehler, er ist die Seele des Gerichts. Lass ihn in Ruhe seine Farbe entwickeln. Der nussige, tiefe Geschmack, den er der Sauce verleiht, ist durch nichts zu ersetzen. Er ist der Unterschied zwischen „lecker“ und „unglaublich“.

Wusstest du schon? Ein kleines Étouffée-Fact

In Louisiana wird oft diskutiert, ob „Cajun“ oder „Creole“ die authentischere Version ist. Cajun-Küche ist eher ländlich und verwendet selten Tomaten. Creole-Küche aus New Orleans ist städtischer und schätzt Tomaten in vielen Gerichten. Unser Rezept ist eine wunderbare Fusion – wir nehmen das Beste aus beiden Welten!

Welches Küchenequipment du brauchst

Du benötigst nicht viel Spezielles:
Ein großer, schwerer Schmortopf oder eine hohe Pfanne mit dickem Boden (das verhindert das Anbrennen des Roux). Ein stabiler Kochlöffel, ein scharfes Kochmesser zum Gemüseschneiden, ein Schneidebrett und ein Messbecher. Mehr braucht es nicht für dieses geniale One-Pot-Wunder.

Aufbewahrung und Haltbarkeit

Falls du wirklich etwas übrig hast (bei mir ist das selten der Fall!), bewahre das erkaltete Étouffée in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank auf. Es hält sich dort problemlos für 2-3 Tage. Die Geschmäcker verbinden sich sogar noch besser über Nacht.

Zum Einfrieren lass es komplett abkühlen und fülle es dann in Gefrierbehälter. Es ist bis zu 3 Monate haltbar. Zum Auftauen über Nacht im Kühlschrank lassen und dann schonend in einem Topf wieder erwärmen. Füge eventuell einen Spritzer Wasser oder Brühe hinzu, wenn die Sauce zu dick geworden ist.

Achte darauf, dass du nur die Sauce mit den Garnelen einfrierst. Den gekochten Reis frierst du besser separat ein oder kochst ihn frisch zum Servieren, da er sonst matschig wird.

Weitere Tipps für den perfekten Genuss

  • Schärfe anpassen: Die Cajun-Gewürzmischung ist der Schlüssel. Beginne mit der empfohlenen Menge und verkoste vor dem Servieren. Mehr Schärfe kommt von zusätzlichem Cayennepfeffer oder einer Schärfe-Soße am Tisch.
  • Frische Garnelen: Verwende, wenn möglich, frische oder hochwertige tiefgekühlte Garnelen. Sie schmecken einfach intensiver und haben eine bessere Textur.
  • Richtig würzen: Vergiss nicht, am Ende noch einmal abzuschmecken! Die lange Kochzeit kann Gewürze milder machen. Oft braucht ein Gericht wie dieses noch eine gute Prise Salz und frischen Pfeffer.

So präsentierst du dein Étouffée wie ein Profi

  • Serviere es in einer schönen, flachen Schüssel mit dem Reis in der Mitte und der Sauce drumherum.
  • Streue noch etwas frische, grob gehackte Petersilie oder fein geschnittene Frühlingszwiebeln obendrauf.
  • Lege Zitronenspalten und eine Flasche mit scharfer Soße (z.B. Tabasco) auf den Tisch – das sieht nicht nur toll aus, sondern lädt auch zum individuellen Verfeinern ein.
  • Ein einfacher, grüner Salat mit einem säuerlichen Dressing ist die perfekte Beilage, um den reichen Geschmack auszugleichen.

Gesündere oder abgewandelte Rezeptideen

Du möchtest das Grundrezept variieren? Hier sind sechs köstliche Ideen:

  1. Leichtere Version: Ersetze die Hälfte der Butter durch Olivenöl und verwende Vollkornreis. Du kannst auch die Mehlmenge im Roux leicht reduzieren.
  2. Vegetarische Étouffée: Lasse die Garnelen weg und nimm stattdessen gewürfelte Auberginen, Zucchini und dicke weiße Bohnen. Eine tolle herzhafte Alternative!
  3. Hähnchen Étouffée: Anstatt Garnelen verwendest du gewürfelte Hähnchenbrust. Brate sie vorher an, nimm sie heraus und gib sie am Ende wieder in die Sauce, um sie durchzuwärmen.
  4. Scharfe Wurst-Variante: Füge zusammen mit dem Gemüse 200g gewürfelte Andouille- oder Chorizo-Wurst hinzu. Das gibt eine rauchig-würzige Tiefe.
  5. Kokos-Cajun Étouffée: Ersetze eine Tasse der Brühe durch Kokosmilch. Das gibt eine exotische, cremige Note, die fantastisch zu Garnelen passt.
  6. Étouffée-Pastasoße: Mache die Sauce etwas flüssiger, indem du mehr Brühe hinzugibst, und serviere sie über Bandnudeln oder Penne anstelle von Reis.

Wenn du auch andere schnelle und würzige Gerichte liebst, solltest du unbedingt meine knusprigen Bang Bang Lachs Bites ausprobieren. Für ein herzhaftes Hauptgericht mit Pilzen ist dieses Käse-Knoblauch-Hähnchen ein Traum. Und für den kleinen Hunger zwischendurch sind diese frischen Gurkensnack-Häppchen ideal. Zum Nachtisch verführen dich dann meine saftigen Bananenbrot-Brownies.

Häufige Fehler und wie du sie vermeidest

Fehler 1: Den Roux verbrennen

Das ist der häufigste Stolperstein. Bei zu großer Hitze verbrennt das Mehl im Roux sehr schnell und macht die Sauce bitter. Das Gericht ist dann leider ruiniert. So vermeidest du es: Stelle die Herdplatte auf mittlere Hitze und habe Geduld. Rühre konstant mit einem Holzlöffel. Der Roux sollte langsam und gleichmäßig von hell nach braun wechseln. Wenn er zu schnell dunkel wird, nimm den Topf sofort vom Herd und stelle die Hitze runter. Ein guter Roux braucht seine 5-8 Minuten.

Fehler 2: Die Garnelen zu lange kochen

Garnelen werden bei Hitze schnell fest. Wenn man sie zu lange in der heißen Sauce lässt, werden sie zäh und gummiartig. Sie gehören zu den letzten Zutaten, die in den Topf kommen. Sobald sie ihre Farbe von grau-transparent zu undurchsichtig rosa gewechselt haben und sich leicht gekringelt haben, sind sie fertig. Das dauert nur 3-4 Minuten. Nimm den Topf dann sofort vom Herd. Die Nachhitze garantiert sie perfekt durch.

Fehler 3: Nicht genug oder falsch abschmecken

Ein Étouffée lebt von seinen Gewürzen. Viele fürchten sich, zu stark zu würzen, und das Ergebnis schmeckt dann fad. Denke daran: Die Brühe verdünnt die Gewürze, und sie entwickeln sich während des Kochens. Schmecke am Ende der Kochzeit, kurz bevor die Garnelen reinkommen, unbedingt noch einmal ab. Braucht es mehr Salz? Mehr Pfeffer? Vielleicht noch eine Prise Cayenne für Schärfe? Trau dich! Auch die Verwendung von hausgemachter oder hochwertiger Brühe macht einen riesigen Unterschied gegenüber Wasser.

Fehler 4: Das Gemüse zu grob hacken

Große Stückchen Zwiebel oder Sellerie passen nicht zur samtigen Textur der Sauce. Sie sollen sich fast in der Sauce auflösen und nur für Geschmack und leichte Bissfestigkeit sorgen. Schneide Zwiebeln, Paprika und Sellerie deshalb schön klein und gleichmäßig. So schmoren sie gleichmäßig weich und verteilen ihren Geschmack perfekt in jedem Löffel.

Fehler 5: Die Sauce zu dick oder zu dünn werden lassen

Die Konsistenz der Étouffée-Sauce ist Gold wert – sie sollte cremig und schön sämig sein, aber nicht wie Teig. Wenn sie zu dick wird, rühre einfach etwas mehr warme Brühe oder Wasser ein. Wenn sie zu dünn ist, lasse sie einfach ohne Deckel für ein paar Minuten weiterköcheln, bis sie eindickt. Du kannst auch eine kleine Maizena-Wasser-Mischung anrühren und einrühren, wenn es schnell gehen muss.

FAQ: Die häufigsten Fragen zu Cajun Garnelen Étouffée

Was ist der Unterschied zwischen Cajun und Creole Étouffée?

Das ist eine tolle Frage, die selbst in Louisiana für Diskussionen sorgt. Ganz grob gesagt: Cajun-Étouffée kommt aus der ländlichen Küche Louisianas und verwendet typischerweise keine Tomaten. Es basiert auf einer dunklen Mehl-Butter-Schwitze (Roux), der „Holy Trinity“ (Zwiebel, Paprika, Sellerie) und viel Gewürzen. Creole-Étouffée stammt aus der städtischen Küche von New Orleans und fügt oft Tomaten oder Tomatensoße hinzu, was der Sauce eine etwas rötlichere Farbe und eine andere Säurenote gibt. Unser Rezept hier ist eine flexible Mischung – die Tomatensoße ist optional, sodass du es nach deinem Geschmack anpassen kannst.

Kann ich das Étouffée auch ohne Garnelen machen?

Aber sicher! Das Grundrezept der Sauce ist so vielseitig. Du kannst stattdessen gewürfeltes Hähnchenfleisch verwenden, das du vorher anbrätst. Oder du nimmst andouille oder chorizo, eine rauchige Würstchenart. Für eine vegetarische Version sind gewürfelte Pilze, Auberginen oder auch Kürbis fantastisch. Einfach das gewählte Gemüse oder Fleisch mit dem Gemüsetrio anschwitzen und dann wie im Rezept beschrieben weitermachen. Die Sauce trägt alles.

Wie kann ich das Gericht weniger scharf machen?

Die Schärfe kommt hauptsächlich von der Cajun-Gewürzmischung. Kaufe oder mische dir eine milde Version ohne viel Cayennepfeffer oder Chilipulver. Du kannst auch einfach die Menge der Gewürzmischung reduzieren und mehr mit anderen Gewürzen wie Paprika, Thymian und Knoblauchpulver arbeiten. Schärfe ist immer eine Sache des persönlichen Geschmacks. Beginne mit weniger und taste dich langsam vor. Scharfe Soße servierst du dann einfach separat am Tisch.

Welchen Reis serviere ich am besten dazu?

Traditionell wird in Louisiana langkörniger weißer Reis serviert. Sein neutraler, leicht klebriger Charakter ist perfekt, um die reichhaltige Sauce aufzunehmen. Jasminreis ist eine fantastische Alternative mit einem duftigen Aroma. Wenn es etwas herzhafter sein soll, probiere es mit braunem Reis oder sogar mit Couscous. Wichtig ist, dass der Reis schön locker und nicht matschig gekocht ist, damit er einen schönen Kontrast zur cremigen Sauce bildet.

Kann ich das Étouffée einfrieren?

Ja, das geht sehr gut! Lass es nach dem Kochen komplett abkühlen. Fülle es dann in geeignete Gefrierbehälter oder gefrierfeste Beutel. Achte darauf, so viel Luft wie möglich aus den Beuteln zu drücken. So hält es sich tiefgekühlt für 2-3 Monate. Zum Auftauen über Nacht in den Kühlschrank stellen und dann in einem Topf bei milder Hitze langsam wieder erwärmen. Füge bei Bedarf einen Schluck Wasser oder Brühe hinzu, um die Konsistenz wiederherzustellen. Friere am besten nur die Sauce mit den Garnelen ein. Den Reis frierst du separat ein oder kochst frisch.

Was ist ein „Roux“ und warum ist er so wichtig?

Ein Roux ist eine Mischung aus gleichen Teilen Fett (hier Butter) und Mehl, die zusammen erhitzt und gerührt wird, bis sie die gewünschte Farbe erreicht. Er ist die Grundlage für viele Saucen in der Cajun- und Creole-Küche und dient zwei Zwecken: Erstens bindet er die Sauce und macht sie schön sämig. Zweitens – und das ist entscheidend – entwickelt er durch das Rösten des Mehls einen intensiven, nussigen Geschmack. Ein heller Roux bindet stärker, ein dunklerer (wie für unser Étouffée) bindet etwas weniger, gibt aber viel mehr Geschmack. Er ist das Herzstück des Gerichts.

Wo kann ich Cajun-Gewürzmischung kaufen oder wie stelle ich sie selbst her?

Cajun-Gewürzmischung findest du mittlerweile in fast jedem Supermarkt in der Gewürzabteilung, oft unter Namen wie „Cajun Seasoning“ oder „Creole Seasoning“. Wenn du sie selbst machen möchtest, ist das ganz einfach: Mische 2 EL Paprikapulver (edelsüß), 1 EL Knoblauchpulver, 1 EL Zwiebelpulver, 1 EL getrockneten Oregano, 1 EL getrockneten Thymian, 2 TL schwarzen Pfeffer, 1 TL weißem Pfeffer, 1 TL Cayennepfeffer (für Schärfe) und 1 TL Salz. Alles gut vermischen und in einem luftdichten Glas aufbewahren. So hast du immer eine frische Mischung parat.

Meine Sauce ist zu dünn/zu dick geworden. Was kann ich tun?

Keine Panik, das lässt sich leicht korrigieren. Wenn die Sauce zu dünn ist, lasse sie einfach ohne Deckel weiterköcheln. Durch das Verdampfen der Flüssigkeit wird sie von alleine dicker. Das kann 5-10 Minuten dauern. Wenn du es eilig hast, verquirle 1 Teelöffel Speisestärke (Maizena) mit 2 Esslöffeln kaltem Wasser zu einer glatten Paste. Rühre diese dann in die kochende Sauce ein und lasse sie kurz aufkochen. Wenn die Sauce zu dick ist, rühre einfach nach und nach etwas mehr warme Brühe oder Wasser ein, bis sie die gewünschte Konsistenz hat.

Ist Cajun Garnelen Étouffée gesund?

Wie bei vielen herzhaften Gerichten kommt es auf die Menge und Zubereitung an. Garnelen sind eine hervorragende Quelle für mageres Protein und Jod. Das Gemüse (Zwiebeln, Paprika, Sellerie) liefert Vitamine und Ballaststoffe, die gut für die Verdauungsgesundheit sind. Die Sauce enthält allerdings Butter und Mehl, was das Gericht gehaltvoll macht. Du kannst es etwas leichter machen, indem du die Buttermenge reduzierst oder durch eine Mischung aus Olivenöl und Butter ersetzt und Vollkornreis servierst. Es ist ein nahrhaftes Gericht, das in Maßen genossen eine gesunde Bereicherung sein kann.

Welches Öl kann ich statt Butter für den Roux nehmen?

Butter ist klassisch und gibt den besten Geschmack aufgrund des Milchzuckers, der beim Erhitzen karamellisiert (deshalb wird der Roux so nussig). Du kannst aber auch ein neutrales Pflanzenöl wie Raps- oder Sonnenblumenöl nehmen. Olivenöl mit einer hohen Rauchpunkt (nicht natives) geht auch, ändert aber den Geschmack deutlich. Bei Öl brauchst du keine Angst vor dem Verbrennen zu haben, aber der typisch nussige Buttergeschmack fehlt dann. Eine Mischung aus halb Butter, halb Öl ist ein guter Kompromiss.

Fazit: Dein Ticket in den kulinarischen Süden

Cajun Garnelen Étouffée ist mehr als nur ein Rezept. Es ist ein Geschmackserlebnis, das Urlaubsgefühle auf den Teller bringt. Es beweist, dass unglaublicher Genuss nicht kompliziert sein muss. Mit einer Pfanne, ein paar frischen Zutaten und etwas Geduld beim Roux zauberst du ein Festmahl, das jeden beeindruckt. Es ist mein go-to Rezept, wenn ich ohne großen Aufwand etwas Besonderes kochen möchte. Ich hoffe, du probierst es aus und lässt dich von den Aromen Louisianas verzaubern. Gutes Gelingen und guten Appetit!

Cajun Garnelen Étouffée

Cajun Garnelen Étouffée

Cajun Garnelen Étouffée Rezept: Authentisch und köstlich! Ein einfaches One-Pot-Gericht voller Aromen aus Louisiana. Perfekt mit Reis.
Vorbereitungszeit 15 Minuten
Zubereitungszeit 30 Minuten
Gesamtzeit 45 Minuten
Portionen: 4 Personen
Calories: 400

Zutaten
  

  • 450 g Garnelen geschält und entdarmt
  • 115 g Butter
  • 65 g Weizenmehl Type 405
  • 1 stück kleine Zwiebel fein gewürfelt
  • 1 stück Paprika in beliebiger Farbe, gewürfelt
  • 2 Stangen Staudensellerie gewürfelt
  • 3 Stück Knoblauchzehen fein gehackt
  • 480 ml Fisch- oder Hühnerbrühe
  • 230 g Tomatensoße optional für die Creole-Variante
  • 1 TL Cajun-Gewürzmischung
  • 0.5 TL Thymian getrocknet
  • 0.5 TL Räucherpaprika
  • 2 Stück Lorbeerblätter
  • q.s. Salz nach Geschmack
  • q.s. frisch gemahlener Pfeffer nach Geschmack
  • 2 EL gehackte frische Petersilie
  • q.s. gekochter weißer Reis zum Servieren
  • q.s. scharfe Soße optional, zum Garnieren
  • q.s. Zitronenspalten zum Garnieren

Kochutensilien

  • Großer Schmortopf oder hohe Pfanne
  • Kochlöffel
  • Kochmesser
  • Schneidebrett
  • Messbecher

Method
 

  1. Butter in einem großen Schmortopf bei mittlerer Hitze schmelzen und das Mehl einrühren.
  2. Den Roux unter ständigem Rühren für 6-8 Minuten goldbraun werden lassen.
  3. Zwiebel, Paprika und Sellerie zum Roux hinzufügen und 5 Minuten weich dünsten.
  4. Knoblauch, Cajun-Gewürzmischung, Thymian, Räucherpaprika und Lorbeerblätter hinzufügen. Optional Tomatensoße einrühren und 2-3 Minuten aufkochen lassen.
  5. Brühe langsam einfüllen und 10-15 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce dick wird.
  6. Garnelen hinzufügen und 3-4 Minuten garen, bis sie rosa sind.
  7. Lorbeerblätter entfernen, Petersilie unterrühren und abschmecken.
  8. Sofort mit Reis servieren und nach Belieben garnieren.

Nährwerte

Calories: 400kcalCarbohydrates: 30gProtein: 25gFat: 20gSaturated Fat: 10gCholesterol: 150mgSodium: 800mgPotassium: 600mgFiber: 3gSugar: 2gVitamin A: 15IUVitamin C: 15mgCalcium: 5mgIron: 10mg

Notizen

Geduld beim Roux ist entscheidend; ein gut geschulter Roux gibt dem Gericht seinen Charakter. Variiere die Schärfe nach deinem Geschmack mit mehr Cayennepfeffer oder Scharfer Soße. Übriges Étouffée kann in einem luftdichten Behälter 2-3 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Für eine leichtere Variante, ersetze die Butter teilweise durch Olivenöl und nutze Vollkornreis.
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